Fasslabend: Striktes Nein zu höherer Ausländerquote

Arbeitslosenzahlen sprechen gegen erhöhten Bedarf an ausländischen Arbeitskräften

Wien, 22. Juli 2003 (ÖAAB-PD) Ein klares Nein zur Erhöhung der Quote ausländischer Arbeitskräfte kam heute, Dienstag, von ÖAAB -Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. "Dem immer wieder von Kreisen der Wirtschaft geäußerten Wunsch nach zusätzlichen ausländischen Arbeitskräften erteilt der ÖAAB eine klare Absage. Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten ist der Bedarf dafür eindeutig nicht gegeben." Da der überwiegende Teil der Arbeitslosen aus den Dienstleistungsberufen komme, wie etwa dem Fremdenverkehrsbereich, solle vor allem in diesen Berufen auf zusätzliche ausländische Arbeitskräfte verzichtet werden.

So seien im Juni dieses Jahres auf insgesamt rund 200.000 Arbeitslose 30.000 ausländische Personen gekommen, was bedeutet, dass jeder sechste Arbeitslose kein Österreicher ist. Im Vergleich zum Vorjahr habe die Arbeitslosigkeit bei den ausländischen Arbeitskräften um 2346 zugenommen. "Angesichts dessen scheint eine Hereinnahme zusätzlicher ausländischer Arbeitskräfte nicht sinnvoll", sagte Fasslabend. Die Folge wäre ein weiteres Verdrängen der bereits auf dem österreichischen Arbeitsmarkt integrierten ausländischen Arbeitskräfte und ein Sinken der Chancen auf Wiederbeschäftigung der ausländischen Arbeitslosen.

Vor allem im Tourismus, einer Branche, die sehr stark auf Personal aus dem Ausland zurückgreife, sprächen die aktuellen Arbeitsmarktdaten eine deutliche Sprache: Ende Juni 2003 waren in den Fremdenverkehrsberufen insgesamt 20.634 Personen als arbeitslos vorgemerkt; das sind um 2.124 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Wenn es einen erhöhten Bedarf an Arbeitskräften in diesem Bereich gibt, so muss dieser aus dem Kontingent in Österreich gemeldeter in- und ausländischer Arbeitsloser gedeckt werden", so Fasslabend.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB Presseabteilung
Laudongasse 16
1082 Wien
Tel.: 01 - 401 43 - 217

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB0001