Bures: Selbstbehalte sind der falsche Weg

Bures für umfassende Strukturreform im Gesundheitswesen

Wien (SK) Die für 2005 geplante Einführung genereller Selbstbehalte beim Arztbesuch sind aus Sicht von SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures der "vollkommen falsche Weg". Sie forderte die Regierung auf, eine "echte Strukturreform" vorzunehmen und die Beitrags- und Leistungsgerechtigkeit im Gesundheitswesen herbeizuführen. Kranke Menschen mit neuen Selbstbehalten zu belasten sei ebenso wenig eine Reform, wie die Senkung der Medikamentenkosten als Einzelmaßnahme in den Raum zu stellen. Bures bemängelte, dass bisher von der Regierung zur Absicherung des Gesundheitswesens nur "unausgegorenes Flickwerk" vorgelegt worden sei. ****

Als Sofortmaßnahme fordert Bures Gesundheitsministerin Rauch-Kallat auf, die Groß- und Kleinhandelsspannen bei Medikamenten per Verordnung sofort auf EU-Niveau zu senken. Denn mit jedem Monat, in dem nicht gehandelt werde, entgingen dem Gesundheitssystem rund 17 Millionen Euro. Die SPÖ habe bereits vor einem Jahr das Konzept "Gesundheit für alle" vorgelegt, das bei den Medikamenten eine Senkung der Großhandels- und Apothekerspannen auf EU-Niveau, eine Neuordnung der Distributionswege und die verstärkte Verschreibung von Generika vorsieht.

Die Regierungsparteien seien gerne zu Verhandlungen über eine echte Weiterentwicklung im Gesundheitssystem eingeladen, betonte Bures. "Ziel ist es, das hochwertige Gesundheitssystem finanziell abzusichern und weiterzuentwickeln", so Bures am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Außerdem solle "Beitrags- und Leistungsgerechtigkeit" hergestellt werden. Das bedeute, gleiche Beiträge für alle Versichertengruppen und grundsätzlich gleiche Leistungen für alle Versichertengruppen. (Schluss) se

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