ÖBB: Neustrukturierung der Konzern IT

Kosten sollen um bis zu 30 Mio. Euro reduziert werden

Die ÖBB zählen zu den größten heimischen IT- und Telekom-Anwendern:
Nicht weniger als 20.000 User arbeiten mit rund 16.500 Clients auf 1.527 Servern, gedruckt wird auf 11.000 Druckern. Das Telekom-Leitungsnetz deckt nahezu ganz Österreich ab und besteht aus 4.500 Kilometern Lichtwellenleitern (LWL) und 6.100 Kilometern Kupferleitungen. Im Backbone steht eine Bandbreite von 1 Gbit zur Verfügung.

Hohe Selbständigkeit der Geschäftsbereiche
Die IT-Abteilungen der einzelnen Geschäfts- und Zentralbereiche der ÖBB waren in der Vergangenheit dezentral organisiert. Das bedeutete für die einzelnen Bereiche zwar eine höhere Flexibilität und rasche Entscheidungen, förderte gleichzeitig aber auch Doppelgleisigkeiten und brachte schlechtere Konditionen bei den Lieferanten.

Auf Grund des zunehmenden Kostendrucks auf die ÖBB sowie der wachsenden Unternehmensrelevanz des IT-Bereichs betraute der Vorstand im Sommer 2002 Dipl.-Ing. Michael Mörzinger mit der Restrukturierung und Konsolidierung des IT-Sektors. Ziel der neuen Organisationseinheit Konzern IT ist es, im Rahmen des konzernweiten Kostensenkungsprogramms "Power 2005" ein jährliches Einsparungspotential in der Größenordnung von rund 28,5 Mio. Euro bis Ende 2005 zu heben.

Konzern IT gliedert sich in vier Teilprojekte
Gegliedert ist der Maßnahmenkatalog in vier Teilprojekte, die sich folgendermaßen darstellen:
- Die Neuausrichtung des Servicecenter Rechenzentrum, in dem alle geschäftsrelevanten Applikationen und Server zentralisiert koordiniert werden, steuert zehn Mio. Euro Einsparungen bei.
- Die Neuausrichtung des Servicecenter Telekom schlägt mit 10,9 Mio. Euro zu Buche.
- Die Etablierung einer ÖBB Basis IT Infrastruktur (ÖBIT) mit Standard-Clients und -Druckern und Betriebsprozessen, die für einheitliche Arbeitsplätze sorgen, trägt 4,8 Mio. Euro bei.
- Die Beschaffungsoptimierung, die durch ÖBIT möglich wird, bringt schließlich kurzfristig ein Einsparungsvolumen in Höhe von jährlich 2,8 Mio. Euro.

Aufgaben der Konzern IT
Um für die Zukunft gerüstet zu sein und die ansonst überproportional steigenden IT-Kosten in den Griff zu bekommen, hat die Konzern IT folgende Aufgaben:

  • Poolung aller strategischen IT-Aufgaben
  • IT-Planung und -Steuerung in Abstimmung mit den Geschäftsbereichen (IT-Controlling ÖBB-weit)
  • Zentrale IT-Controllingstelle mit der Aufgabenstellung, die IT-Kosten des ÖBB-Konzerns - bei höchst möglichem Nutzungsgrad der IT - zu senken
  • Richtlinienkompetenz von IT-Architekturstandards
  • Richtlinienkompetenz von zentralen Vorgaben und Normen für alle ÖBB-Bereiche
  • Zentrales Management sowie Überwachung bereichsübergreifender und bereichsspezifischer Projekte
  • Richtlinien und Normen für Internet, Intranet und Security (ÖBB-weit)

Nach rund einem Jahr des Bestehens konnte die Konzern IT sämtliche Vorbereitungsarbeiten zu den Teilprojekten bereits abschließen und befindet sich in der Realisierungsphase. Durch konkret umgesetzte Maßnahmen konnten bereits 10,3 Mio. Euro ergebniswirksam eingespart werden.

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