"Konsument"-Test: Scanner

Teils erhebliche Preisunterschiede, Qualität der Grundfunktionen relativ ähnlich. Durchlichtaufsatz erhöht Vielseitigkeit. Finger weg von billigen Filmscannern.

Wien (OTS) - Die jährlichen "Konsument"-Scanner-Tests zeigen, dass sich die Geräte in praktischer Hinsicht ständig weiterentwickeln. Auf welchem Niveau die Scanner derzeit stehen, zeigt die August-Ausgabe von "Konsument", in der fünf Flachbett-Scanner und weitere zehn mit Durchlichtzusatz unter die Lupe kommen. Diesmal haben sich die "Konsument"-Tester zusätzlich zu den gängigen Flachbettscannern noch zwei spezielle Film-Scanner angeschaut. Fazit: Wirklich schlechte Scanner gibt es nicht. Bei der Endbenotung schneiden von den 17 Geräten in der Preisklasse von 100 bis 900 Euro 13 "gut" und vier "durchschnittlich" ab. In Bezug auf Grundfunktionen bieten die Testgeräte vergleichbare Qualität, die Preisunterschiede sind bei den Flachbettscannern mit Durchlichtzusatz sowie bei den Film-scannern am größten. Billige Filmscanner sind sowohl für Profis als auch Normalverbraucher uninteressant. Preisgünstige Flachbettscanner wiederum kann "Konsument" bei durchschnittlichen Ansprüchen empfehlen.

Die aktuellen Testgeräte haben den Vorteil, dass ein Texterkennungsprogramm also eine OCR-Software (Optical Character Recognition) bereits Standard ist. Diese Software ermöglicht das Einscannen und Bearbeiten von Schriftdokumenten mit Textverarbeitungsprogrammen - was normalerweise nicht funktioniert, weil die Vorlage beim Scannen in eine Bilddatei umgewandelt wird.

Weiters verfügen alle neuen Geräte bereits über eine USB-Schnittstelle, was den Anschluss an den PC unproblematisch macht.

Um die Vielseitigkeit eines Flachbettscanners zu erhöhen, ist ein Durchlichtaufsatz (oder Durchlichteinheit) erforderlich. Dieser Durchlichtaufsatz kann separat oder fest eingebaut sein und dient zum Einscannen von Dias oder Filmstreifen, wodurch sich eine höhere Qualität erzielen lässt als bei Verwendung von Papierfoto-Vorlagen. Allerdings lässt die Handhabung und zum Teil auch die Ausführung der Durchlichtaufsätze zu wünschen übrig, und die Ergebnisse reichen nicht an jene von speziellen Filmscannern heran.

Wer beim digitalen Fotoalbum Wert auf hohe Qualität legt und sich zumindest halbprofessionell damit befassen möchte, wird um einen entsprechenden hochpreisigen Filmscanner nicht herumkommen. Der 900 Euro teure "Nikon CoolScan IV" liegt nicht grundlos punktemäßig deutlich voran. Qualität, Handhabung, Funktionen, Software - hier passt einfach alles zusammen. Dem "FilmScan 35 Silver SE" der Firma "Mikrotek" liegt ein anderes Konzept zugrunde. Im Vordergrund steht hier der niedrige Preis und die Kompaktheit, qualitativ ist dieses Gerät jedoch nur mittelmäßig. Angesichts dessen macht ihn seine ausschließliche Verwendbarkeit für Dias und Negative uninteressant.

Flachbettscanner ohne Durchlichtaufsatz sind bereits unter 150 Euro erhältlich. Mit dem Preis steigt nicht unbedingt die Qualität, sondern die Ausstattung. Zu den bestausgestatteten Flachbettscannern im Test gehört der "CanoScan 9900 F" um 500 Euro. Er erlaubt als einziger das Einscannen von acht Dias oder vier Negativstreifen gleichzeitig. Beim "HP Scanjet 5500 C" um 400 Euro liegt der Vorteil wiederum beim automatischen Fotoeinzug. Das bedeutet, man kann einen Stapel von bis zu 15 Bildern einlegen und sich dann gemütlich zurücklehnen. Bezüglich Schneckentempo fiel den Testern der Flachbettscanner von "Mustek" um 135 Euro auf: Für einen Scanvorgang bei einem 13 x 15 cm großen Foto benötigt dieses Gerät zwischen 30 Sekunden und fast drei Minuten.

Jenen, die sich zum ersten Mal einen Scanner anschaffen, empfiehlt "Konsument" die Abstimmung zu beachten: PC-Monitor, Scanner und Drucker müssen zueinander passen, damit der Ausdruck der Bildschirmdarstellung entspricht. Dies ist eine zeitaufwendige Spielerei und erfolgt durch Änderung der Monitor-Einstellung sowie durch Kontrastkorrekturen im Bildbearbeitungsprogramm.

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