Gamsgrubenweg: Cernic: Haider-Seitenhiebe auf Alpenverein verzichtbar

Cernic: Der Alpenverein hat konstruktive Zusammenarbeit von sich aus immer ermöglicht, ohne ihn wäre kein Nationalpark im obersten Mölltal möglich gewesen

Klagenfurt (SP-KTN) - Es sei unerträglich, wenn Landeshauptmann Haider sich seine Seitenhiebe auf den Alpenverein nicht einmal bei der feierlichen Eröffnung des Gansgrubenweges ersparen könne, obgleich sie für Kärnten mehr als verzichtbar seien, stellte die Vorsitzende des Umweltausschusses im Kärntner Landtag, LAbg. Nicole Cernic (SP) am Sonntag fest. "Auch Jörg Haider müsse endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Grenzen des Nationalpark Hohe Tauern und des OeAV-Grundeigentums auf Dauer anzuerkennen sind", sagte Cernic. Es könne nicht sein, dass Haider wie schon in der Angelegenheit Sandersee bestehende nationalparkrechtliche Bestimmungen ignoriere und einen wichtigen Förderer und Unterstützer des Mölltals wie den Alpenverein immer wieder unter Druck setze und hinter vorgehaltener Hand und zwischen den Zeilen mit dem Entzug von Fördermitteln drohe, wie in der Vergangenheit.

"Im Gegensatz zur FPÖ war der Alpenverein immer zu konstruktiver Zusammenarbeit bereit und hat sich seit der Verordnung des Nationalparkes Hohe Tauern im Jahre 1981, aber insbesondere seit dessen Einrichtung bemüht, sowohl seinen Beitrag zur qualitativen Entwicklung der alpintouristisch wichtigen Infrastruktur, als auch zur Besucherlenkung und - Besucherinformation im Nationalpark Hohe Tauern zu leisten.

Eine gemeinsame Lösung sei für alle Seiten wünschenswert, leider verstünde Landeshauptmann Haider solche Projekte meist als Einbahnstrasse, die nur aus seiner Richtung befahrbar ist, verteidigte Cernic den Alpenverein. "Ohne das Engagement des Alpenvereines und dessen jahrzehntelangen Widerstand gegen diverse Nutzungsinteressen wäre im obersten Mölltal im Herzen der Hohen Tauern mit Sicherheit kein Nationalpark mehr möglich gewesen", stellte Cernic fest und forderte den Kärntner Landeshauptmann auf, dies nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern tatsächlich konstruktive Zusammenarbeit seinerseits anzubieten, statt diese auf Ankündigungen in Eröffnungsreden zu beschränken. "Auf Anschüttungen und Ermahnungen von wichtigen Kärntner Institutionen, wie sie Jörg Haider immer wieder zu vollziehen pflegt, können die Kärntnerinnen und Kärntner verzichten. LH Haider ist dringend aufgefordert Kärnten in dieser, wie in vielen anderen Fragen, nicht weiter international lächerlich zu machen. (Schluss)

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