LH Haider ersucht Alpenverein um konstruktive Mitarbeit

Gamsgrubenweg feierlich eröffnet - LH Haider setzt auf gemeinsame Lösung bei Seilbahn-Frage - Weg ist wichtiger Teil der Wassererlebnisausstellung Kärntens (2004 - 2006)

Klagenfurt (LPD) - Landeshauptmann Jörg Haider hat heute nachdrücklich alle Partner, insbesondere den Alpenverein ersucht, beim Vorhaben eine technische Aufstiegs- bzw. Abstiegshilfe zur Pasterze hinunter zu errichten, entgegenzukommen und konstruktiv mitzuwirken. In den nächsten Monaten sollten darüber gemeinsame Verhandlungen geführt werden, regte Haider an.

Der Landeshauptmann unterstrich die enorme Bedeutung des heute wiedereröffneten Gamsgrubenweges auf der Franz-Josefs Höhe im Glocknergebiet, auf dem alljährlich Zig-Tausende Wanderer unterwegs sind. Dieser sei ein zentraler Weg im Glocknergebiet und bilde auch ein wesentliches Element der geplanten Wassererlebnisausstellung Kärntens, die nächstes Jahr auf der Franz-Josefs-Höhe und im Mölltal beginnt und sich in den folgenden Jahren über das Lieser- und Maltatal und bis zum Millstättersee fortsetzt, sagte Haider und forderte eine vernünftige Seilbahnlösung zwischen Franz-Josefs-Höhe bzw. Gamsgrubenweg und Pasterze.

Es könne nicht sein, dass man nach der gelungenen Wiederherstellung des Gamsgrubenweges nun auf halbem Weg stehen bleibe und keine passende technische Hilfe ermögliche. Schließlich sollten auch behinderte Menschen die Möglichkeit bekommen, die Bergwelt - soweit als ihnen möglich - erleben zu können. Nicht jeder könne auf einen Gipfel steigen. Bei gutem Willen auf allen Seiten könne es eine gemeinsame Lösung geben, gab sich der Landeshauptmann zuversichtlich und ersuchte um konstruktive Mitarbeit des Alpenvereins, dessen Schutzfunktion selbstverständlich respektiert werde.

Wie Haider ausführte, werden in den sechs Tunnelstrecken des 2,4 km langen Gamsgrubenweges, der als einer der schönsten Panoramawege der Alpen gilt, attraktive Inszenierungen rund um das Thema Wasser für die geplante Wassererlebnisausstellung angeboten werden.

Christian Heu, der Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG, erklärte, dass zur Sicherung des Gamsgrubenweges, um die ständige Felssturzgefahr bannen zu können, Tunnel gebaut werden mussten. Heu dankte dem Landeshauptmann und Landesrat Georg Wurmitzer für die massive Unterstützung. Der Ausbau kostete rund 2,2 Mio. Euro, die Kosten teilten sich Land, GROHAG und der Alpenverein. An die 60 Naturschutzauflagen mussten erfüllt werden. Dass eine Lösung in diesem Sonderschutzgebiet angesichts der vielen unterschiedlichen Interessen dennoch zustandekam, bezeichnete Heu als ein Wunder. Für die Umsetzung von weiteren Vorhaben kündigte er bilaterale Gespräche an.

Peter Grauss, Alpenvereinsvorsitzender, sagte, dass der Alpenverein im oberen Mölltal besonders viel investiere. Er dankte den Finanzierungspartnern GROHAG und dem Land Kärnten. Bezüglich der weiteren Zukunft der Hoffmannshütte (am Ende des Gamsgrubenweges) werde es im Herbst eine Entscheidung geben.

Landtagsabgeordneter Johann Ramsbacher überbrachte die Grüße von Landesrat und Nationalparkreferent Georg Wurmitzer, der persönlich nicht anwesend sein konnte. Er sagte, dass hier unter Bedachtnahme der Ökologie eine wirtschaftliche Entwicklung möglich sein solle. Der Gamsgrubenweg sei eine gute Investiton, würde er doch die Menschen näher zur Natur bringen und ihre Naturbeziehung vertiefen.

Die Segnung des neueröffneten Weges nahm Pfarrer Arnulf Schernthaler aus Zell am See vor. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt im Angesicht des Großglockners und bei Kaiserwetter von der Trachtenkapelle Heiligenblut.

Unter den vielen Ehrengästen waren NRAbg. Eduard Mainoni, LAbg. Kurt Scheuch, zahlreiche Bürgermeister aus der Region, darunter Josef Schachner und Peter Suntinger, Tunnelpatin Ingeborg Rupitsch, Bezirkshauptmann Wilfried Koller und Claudia Haider. (Schluss)

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