Marek: SPÖ will immer noch Bevormundung statt Wahlfreiheit

Nur wer die Augen vor der Realität verschließt, hält Jahrzehnte lang an gleichen Vorschlägen fest

Wien, 18. Juli 2003 (ÖVP-PD) Die SPÖ versuche mit allen Mitteln, ihren Vorschlag einer verpflichtenden Ganztagsschule nach dreißig Jahren immer noch als die Antwort auf bildungs- und familienpolitische Herausforderungen darzustellen, sagte heute, Freitag, Abg.z.NR und alleinerziehende Mutter Christine Marek. "Offenbar ist man innerhalb der SPÖ so sehr damit beschäftigt, eigene, längst überholte Vorschläge und Ideologien mit aller Gewalt als die beste Lösung zu präsentieren, dass auf die wahren Bedürfnisse der Schüler und deren Eltern vergessen wird", so Marek. ****

Wenn Niederwieser die neueste "Eurostat"-Erhebung zitiert, sollte er nicht Dinge hineininterpretieren, die nicht aus dieser abzulesen sind, meinte die Abgeordnete weiter. "Dass die Frauenerwerbsquote in einem Land maßgeblich vom flächendeckenden Angebot der Kinderbetreuungsplätze abhängt, ist keine neue Erkenntnis, Herr Niederwieser. Allerdings steht nirgends geschrieben, dass dies am besten in Form einer verpflichtenden Ganztagschule zu gewährleisten ist", so Marek. Man müsse vielmehr dafür Sorge tragen, dass diese Betreuungsplätze auch tatsächlich zu Verfügung stünden.

Gerade, wenn man nicht die Augen vor der Realität verschließe, würde man sehen müssen, dass insbesondere Alleinerzieherinnen oft in atypischen Beschäftigungsverhältnissen stehen. Für diese sind unflexible Betreuungseinrichtungen, wie die von der SPÖ idealisierte Ganztagesschule, mit Sicherheit die falsche Lösung. "Auch ist es bildungspädagogisch in keiner Weise bestätigt, dass Ganztagsschulen Kindern und Jugendlichen die optimale Entfaltungsmöglichkeit ihrer Talente bietet", sagte Marek. Eine Schule könne nie das gesamte Spektrum von sinnvollen Freizeitbeschäftigungen anbieten. Außerdem sei es an der Zeit, dass "die SPÖ endlich erkennt, dass zukunftsorientierte Frauen- und Bildungspolitik nicht durch Bevormundung, sondern durch die Schaffung von Rahmenbedingungen für individuelle Wahl- und Entscheidungsfreiheit gemacht wird", so die Abgeordnete abschließend.

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