Wie werden wir produktiver?

Führende Wissenschaftler aus dem Bereich der Personalökonomie diskutierten das Thema "Arbeit, Lohn und Leistung"

Steyr (OTS) - "Leistungsorientierte Entlohnung kann die Produktivität um bis zu 40 Prozent steigern." Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse der diesjährigen Europäischen Wissenschaftstage in Steyr, die sich dem Thema "Arbeit, Lohn und Leistung" widmeten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Edward Lazear, dem Begründer der Personalökonomie, diskutierten führende Wissenschaftler aus den USA und Europa mit jungen Wissenschaftlern und Managern, wie Mitarbeiter am besten motiviert werden können.

USA und Europa nähern sich an

Die Produktivität in Unternehmen, die stark leistungsorientiert belohnen, steigt aber nicht nur aufgrund der direkten monetären Anreize. Eine große Rolle spielt hierbei auch die Selektion der Mitarbeiter: Produktive Arbeitnehmer bevorzugen Unternehmen mit innovativen Gehaltsmodellen, während unproduktive Arbeitnehmer diese meiden. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Wissenschaftstage ist, dass Europa und die USA in Sachen leistungsorientierter Entlohnung nicht so unterschiedlich sind wie oft angenommen. Europa nähert sich den USA in großen Schritten. Eine Entwicklung, die auch amerikanische Wissenschafter nicht immer gut heißen - v.a. für die in den USA ins Schussfeld der Kritik geratenen Stock-Options für CEOs. Die Diskussionen haben auch gezeigt, dass Europa im Human Ressource Management viel stärker auf seine traditionelle Auseinandersetzung mit Fragen der Arbeit und Beschäftigung zurückgreifen kann.

Problem Pensionsalter

Das Thema Pension und Pensionsantrittsalter waren natürlich auch für die Wissenschaftler in Steyr von zentraler Bedeutung. Ländervergleichende Studien zeigen, dass das Pensionsalter und auch die Maßnahmen, die getroffen werden, damit Menschen länger arbeiten, in Europa und auch innerhalb der EU extrem unterschiedlich sind. In Schweden stehen noch etwa 67 Prozent der 55- bis 64-jährigen im Berufsleben, in Österreich sind es lediglich 27 Prozent. Das hier rascher Handlungsbedarf besteht, darüber waren sich alle Ökonomen einig.

Führende Wissenschaftler aus dem Bereich "Personalökonomie"

Den Organisatoren ist es gelungen, Edward Lazear (Stanford University), den Begründer von "Personnel Economics", als wissenschaftlichen Leiter zu gewinnen. Zu den Vortragenden gehören u.a. Kathryn Shaw, ehemalige Beraterin für wirtschaftspolitische Fragen im Weißen Haus; George Baker, Harvard University; Kevin Murphy, University of Southern California; Richard Freeman, Harvard and London School of Economics und Gilles Saint-Paul, Université des Sciences Sociales de Toulouse und andere internationale Spitzenvertreter aus dem Forschungszweig der Personalökonomie.

Die Europäischen Wissenschaftstage

Die Europäischen Wissenschaftstage in Steyr (EWTS), eine Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Bildung und Kultur, des Landes Oberösterreich und der Stadt Steyr, wurden 1999 ins Leben gerufen. Internationale Top-Wissenschaftler, unter ihnen Nobelpreisträger und führende Professoren der renommiertesten Universitäten aus Europa und den USA, erörtern im Rahmen der EWTS gesellschaftspolitische Fragen und präsentieren die neuesten Erkenntnisse ihrer Forschungen. Die EWTS sind mittlerweile eine weltweit anerkannte Veranstaltung.

Anmeldung & Infos

Dr. Alexandra Suess Europäische Wissenschaftstage in Steyr Tel.: +43 (0)1-59932-39 Fax: +43 (0)1-59932-30 a.suess@ewts.at http://www.ewts.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Nicole Bäck-Knapp
Ecker & Partner
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