SP-Muttonen: Albertina-Probleme Folge chaotischer Museumspolitik

Wien (SK) Kritisch nimmt SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen zur Absage der geplanten Klee-Ausstellung durch die Wiener Albertina Stellung. Die Museumspolitik der Bundesregierung sei geprägt von Versagen und Chaos und erfordere eine Überprüfung durch den Rechnungshof. ****

Die für die Bundesmuseen zuständige Bildungsministerin Gehrer habe vor knapp einem Monat in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage (321/AB) erklärt, dass die Museen einen Arbeits- und Vorhabensbericht vorlegen müssen, der die Planung für drei Jahre beinhaltet. Dies sei insbesondere auch für die besonderen Museumsaktivitäten in Form von Wechselausstellungen vorgesehen. "Es ist doch davon auszugehen, dass dieser Arbeits- und Vorhabensbericht der Wiener Albertina auch die entsprechende Finanzierung der jetzt abgesagten Klee-Ausstellung beinhaltet. Ganz abgesehen davon, dass wir uns auch international mit dieser Absage lächerlich machen, stellt sich die Frage, welche Kosten bis jetzt für das nun stornierte Ausstellungsprojekt entstanden sind. Wie erklärt Bildungsministerin Gehrer dieses Chaos und wie will sie sicherstellen, dass die Albertina ihren Aufgaben künftig überhaupt noch nachkommen kann?", so Muttonen.

Die Finanzsituation der Bundesmuseen sei mehr als unbefriedigend, wie das aktuelle Beispiel der Wiener Albertina zeige. Hier räche sich auch, dass Bildungsministerin Gehrer noch immer kein Gesamtkonzept für die österreichische Museumslandschaft vorgelegt habe. Es sei verabsäumt worden, Vorgaben für ein klares Profil der einzelnen Häuser und eine bessere Koordinierung der Aktivitäten der einzelnen Museen zu definieren.

Die Ereignisse in der Wiener Albertina würden eine genauere Überprüfung durch den Rechnungshof erfordern - vor allem auch im Hinblick darauf, dass bestehende Arbeitspläne trotz Erhöhung der Basisdotierung mit dem Hinweis auf Geldmangel nicht mehr eingehalten werden können. "Die Wiener Albertina wurde mit beträchtlichem Mitteleinsatz umgebaut und ist offensichtlich trotzdem nicht sicher genug. Denn mit dem Hinweis auf Sicherheits-Überlegungen und budgetäre Gründe werden Faksimiles statt Originale bei der aktuellen Sommer-Ausstellung gezeigt. Jetzt wird bereits die zweite Ausstellung abgesagt und Mitarbeiter müssen gekündigt werden. Allein die Ereignisse der letzten drei Wochen in der Wiener Albertina stellen ein Sittenbild von Planlosigkeit, Chaos und fehlender Aufsicht dar, welches dringender Untersuchung bedarf", unterstrich Muttonen abschließend. (Schluss) ns/mp

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