Heiße Dreharbeiten zur ORF-Koproduktion "Am Ende aller Tage"

Günther Maria Halmer, Sabine Vitua - Liebe auf Italienisch

Wien (OTS) - Sengende Hitze über friulanischen Weinbergen - und mitten drin Dreharbeiten zum ORF-koproduzierten TV-Movie "Am Ende aller Tage": Im kleinen Städtchen Cormòns und Umgebung wird noch bis 21. Juli 2003 an dem hochkarätig besetzten österreichisch-deutschen Film gearbeitet, der die ebenso turbulente wie berührende Geschichte eines eigenbrötlerischen Germanistikprofessors und seiner temperamentvollen italienischen Haushälterin erzählt. Die beiden finden nach vielen Verwicklungen - und mit "Hilfe" eines kleinen Buben - zueinander. Unter der Regie von Ariane Zeller ("Aus lauter Liebe zu dir") steht der deutsche Charakterdarsteller Günther Maria Halmer, im ORF zuletzt als weinliebender Dorfpfarrer in "Himmel, Polt und Hölle" zu sehen, in der Rolle des steifen Professore Robert Senden vor der Kamera. Seine attraktive Berufskollegin Sabine Vitua ("Klinik unter Palmen - Kuba") gibt die heißblütige Wirtschafterin Maria Bonfiglio, der neunjährige Bonner Jeremy Mockridge - Sohn des "Lindenstraße"-Schauspielers Bill Mockridge (Rolle: Erich Schiller) -spielt Marias Patensohn Ricky. Für den Part der Winzerin und Marias Mutter konnte mit Ruth Maria Kubitschek eine Grande Dame des deutschen Films gewonnen werden. Kubitschek ist derzeit im Dakapo von Helmut Dietls Kultserie "Kir Royal" im ORF zu sehen (samstags, ca. 23.35 Uhr, ORF 2). Außerdem hat die Aktrice erst kürzlich Reinhard Schwabenitzkys ORF-Produktion "Mit nichts nach oben - Zwei Väter einer Tochter 2 " abgedreht, demnächst steht sie für die ORF-Koproduktion "Traumhotel - Sterne über Mauritius" vor der Kamera.

Schneckenhaus adieu!

Die Idee zu "Am Ende aller Tage" hatte Regisseurin Ariane Zeller:
Gemeinsam mit der Drehbuchautorin Mónica Simon realisierte sie das Projekt. "Es geht um das Ja zum Leben", beschreibt Zeller ihren Film. "Es geht darum, die Sonnenseiten des Lebens zu entdecken, Freude zu haben, glücklich zu sein, Liebe empfinden zu können, sich für andere einzusetzen und ein Stück von sich herzugeben." Für den Filmprofessor, der seit dem Tod seiner Frau zurückgezogen lebt, ist das kein so leichtes Unterfangen. "Das ist ein verknöcherter, steifer und schwieriger Mensch, der sich hinter seinen Büchern versteckt und vom Leben zurückgezogen hat. Erst durch den Buben wird er ein anderer Mensch. Er lässt sich von ihm und von seiner hübschen Haushälterin letztendlich doch aus seinem Schneckenhaus locken", beschreibt Hauptdarsteller Günther Maria Halmer seine Rolle. Diese hat der bayerische Schauspieler, der unter anderem in großen internationalen Produktionen wie dem achtfach Oscar-preisgekrönten Film "Gandhi" spielte, angenommen "weil sie witzig ist. Ich interessiere mich immer für Figuren, die die Geschichte vorantreiben, sich entwickeln", so Halmer. Sich selbst beschreibt er als einen Menschen, der den Freuden des Lebens sehr wohl zugetan ist, doch dabei nie auf die Selbstbeherrschung vergisst.

Vulkanausbruch à la Sophia Loren

Für Halmers Filmpartnerin Sabine Vitua ist "Am Ende aller Tage" eine "sehr schöne Geschichte mit einer wunderbaren Konstellation und großartigen Kollegen. Ich habe mich auch gleich in meine Figur verliebt, weil sie so temperamentvoll und geradeheraus ist. Sie ist wie ein kleiner Vulkan und muss darauf achten, dass sie nicht immer gleich ausbricht, ein bisschen wie die Sophia Loren in ihren Paraderollen. Außerdem ist es für mich besonders reizvoll, eine Italienerin zu spielen, obwohl ich nur drei Worte auf Italienisch kann."

Ein kleiner Mann, ganz groß

Dass Signore Professore und seine Perle Maria überhaupt zum Paar werden, dafür sorgt der kleine Filmbub Ricky. Maria muss ihren Patensohn, der auf Besuch ist, auf Grund eines privaten Notfalls auf dem Weingut ihrer Mutter Anna für eine Nacht in die Obhut des Professors geben. Dieser erklärt sich nur sehr widerwillig dazu bereit, auf den lebenslustigen Buben aufzupassen. Als der Vater des Kleinen in Italien verunglückt und ihn nicht wie vereinbart abholt, läuft der verängstigte Ricky davon - auf direktem Weg zum nächsten Zug in den Süden. Prof. Senden bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu folgen, auf eine turbulente Reise nach Italien und, wie sich später herausstellt, in ein neues Leben.

Für die Hauptrolle des Ricky wurde der neunjährige Jeremy Mockridge unter mehr als 200 Kindern gecastet. Der Sohn des Kanadiers Bill Mockridge, "Lindenstraße"-Star und Leiter eines Improvisationstheaters, und der Italienerin Marie Grazia Kinsky-Mockridge, die in "Am Ende aller Tage" ebenfalls eine kleine Rolle hat, scheint ein kleines Naturtalent zu sein. "Jeremy ist ein sehr sympathischer, natürlicher Bub. Obwohl er ein Schauspielerkind ist, spielt er sehr spontan und irrt auch sehr spontan. Das gefällt mir an ihm, wir kommen gut miteinander aus", erzählt Günther Maria Halmer. Die auch von der Regisseurin und den anderen Kollegen bescheinigte Natürlichkeit Jeremys erklärt der Neunjährige damit, dass "ich versuche, während des Textlernens die Rolle zu verstehen. Der Ricky passt gut zu mir, deshalb muss ich nicht alles ganz auswendig lernen, sondern kann auch gut improvisieren." Das hat er am Theater seines Vaters in Bonn gelernt. Gemeinsam mit seinen fünf Brüdern stand er dort schon auf der Bühne.

Bäuerin mit Format

Erst vor kurzem ist Ruth Maria Kubitschek wieder ins Filmleben zurückgekehrt. Zehn Jahre hatte sie Pause von der Kamera, schrieb Bücher und malte. "Ich bin glücklich, wenn ich von Menschen auf der Straße höre: 'Schön, dass Sie wieder da sind.' Das zeigt mir, dass ich in der ganzen Zeit präsent geblieben bin." Als Schauspielerin verkörperte Kubitschek oft Macht, Reichtum und Glitzerwelt, so zum Beispiel in TV-Kultserien wie "Das Erbe der Guldenburgs", "Monaco Franze" oder "Kir Royal". Deshalb bereitet ihr die Rolle der Winzerin Anna Bonfiglio in "Am Ende aller Tage" besondere Freude: "Ich spiele eine Bäuerin, eine ganz einfache Person. Und das Schöne daran ist, dass ich jene Verletzlichkeit zeigen kann, die Menschen haben und oft verbergen. Ich liebe Charakterrollen, in denen man Tränen, Freude, Verletzung zeigen kann", so Kubitschek. Ab 20. Juli dreht sie schon die nächste ORF-Koproduktion: "Traumhotel - Sterne über Mauritius." "Da bin ich dann wieder die reiche Frau."

ORF-Ausstrahlung 2004

In weiteren wichtigen Rollen spielen in "Am Ende aller Tage" Publikumslieblinge wie Christian Kohlund ("Liebe, Lügen, Leidenschaften"), Wolfram Berger ("Zwölfeläuten", "Trautmann"), "Soko Kitzbühel"-Koch Heinz Marecek, Peter Fröhlich (zurzeit wieder als Bezirksrat Schoitl im "Kaisermühlen Blues" im ORF zu sehen) und als Gast Heio von Stetten ("Franz und Anna", "Andreas Hofer - Die Freiheit des Adlers"). Neben der österreichischen Kulturhauptstadt Graz dient das reizvolle italienische Friaul als Filmkulisse für diese romantische Komödie. Die ORF-Ausstrahlung des Films ist derzeit für 2004 geplant.

"Am Ende aller Tage" ist eine Produktion der Klaus Graf Filmproduktion in Zusammenarbeit mit der ARD/DEGETO für Das Erste und in Koproduktion mit dem ORF.

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