Grillitsch: Österreichs Bauern erwartet nach einem heißen Sommer auch ein heißer Herbst

Bauernbund-Präsidium diskutiert aktuelle Themen

Wien (AIZ) - Am Donnerstag tagte das Präsidium des Österreichischen Bauernbundes und beriet aktuelle Themen wie die herrschende Dürre, die Harmonisierung der Pensionen, das Bundestierschutzgesetz und die Umsetzung der Reform zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). "Die für Österreichs Bauern im Moment 'heißeste' Frage ist die Dürre. Wir danken Landwirtschaftsminister Pröll für den Einsatz bei der Freigabe der Stilllegungsflächen. Doch sind diese Flächen nun schon so ausgetrocknet, dass sie als Futtergrundlage für unsere Tiere nur mehr sehr eingeschränkt zu brauchen sind. Die notwendige Freigabe durch die EU-Kommission kam zu spät, ja viel zu spät. Wir erwarten uns in Zukunft ein rascheres Handeln, das auch der Praxis und den Notwendigkeiten der Realität entspricht. Jetzt erwarten sich unsere Bauern rasche Hilfe durch Bund und Länder", so Fritz Grillitsch, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, in einer Aussendung.

Im Rahmen des Bauernbund-Präsidiums wurde das Bekenntnis zur Harmonisierung der Pensionssysteme erneuert. Die Angleichung der Beiträge muss aber unter besonderer Berücksichtigung der bäuerlichen Struktur in unserem Land und der Einkommensverhältnisse in der Land-und Forstwirtschaft erfolgen.

"Auch die Zustimmung zum einheitlichen Bundestierschutzgesetz wurde erneuert. Notwendig ist dabei eine praxisgerechte Regelung, die im Stande ist, sowohl die Anforderungen der Gesellschaft zu erfüllen, als auch die Wettbewerbssituation der österreichischen Landwirtschaft angesichts der EU-Erweiterung zu gewährleisten. Mit der Ende Juni 2003 beschlossenen Reform zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) kommen ebenfalls erhebliche Veränderungen auf die Landwirtschaft zu. Solange dazu keine verbindlichen Details vorliegen, sind unseren Bauern in ihren Zukunftsentscheidungen regelrecht die Hände gebunden. Deswegen müssen die Legislativvorschläge aus Brüssel rasch auf den Tisch kommen, weil bis dahin die Grundlagen für die nationale Umsetzung fehlen. Wir orten diesbezüglich große Ungeduld unter den Bauern. Einem heißen Frühsommer, der uns Dürre und Ernteausfälle beschert, darf nicht auch noch ein überhitzter agrarpolitischer Herbst folgen. Planungssicherheit ist auch in diesem Zusammenhang das A und O für unsere Bauern", betonte Grillitsch.

Im Rahmen der Rieder Messe wird es am 04.09.2003 den Auftakt zu diesem heißen Herbst geben, gefolgt vom großen, traditionellen Erntedankfest am Wiener Heldenplatz am 06. und 07.09.
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