OeNB - Die öst.Zahlungsbilanz im Zeitraum Jän. bis Mai 2003

auf Basis von Zahlungsströmen; "Cash-Basis"

Wien (OTS) -

  • Leistungsbilanzüberschuss beträgt nahezu 1,8 Mrd. Euro
  • Erträge aus ausländischen Wertpapieren nehmen zu
  • Kapitalexporte (netto) im Kredit- und Einlagenbereich

Nach vorläufigen Berechnungen zeigte die österreichische Leistungsbilanz im Zeitraum Jänner bis Mai 2003 einen Überschuss von 1,76 Mrd. Euro (Jänner - Mai 2002: 0,65 Mrd. Euro).

Auf Basis von Zahlungsströmen erhöhte sich der positive Saldo der Waren- und Dienstleistungszahlungen gegenüber dem Vergleichszeitraum (2,34 Mrd. Euro) auf 2,49 Mrd. Euro. Der Reiseverkehr, die wichtigste Komponente der Dienstleistungen,
ergab mit 2,27 Mrd. Euro einen etwas geringeren Überschuss als
in der Vergleichsperiode, was u.a. mit Feiertagsverschiebungen gegenüber Mai 2002 im Zusammenhang stehen dürfte.

Die Einkommensbilanz schloss in der Berichtsperiode mit einem geringeren Defizit im Ausmass von -0,30 Mrd. Euro (Jänner-Mai:
2002: -0,57 Mrd. Euro). Die positiven Effekte von höheren
Erträgen aus ausländischen Wertpapieren sowie aus Direktinvestitionen bzw. geringeren Einkommenszahlungen an das Ausland aus inländischen Papieren konnten die niedrigeren Nettoerträge in der Teilbilanz Einkommen aus Krediten und
Einlagen mehr als wettmachen.

Der Negativsaldo der Laufenden Transfers, der im Vergleichszeitraum 2002 noch -1,13 Mrd. Euro betragen hatte, reduzierte sich auf -0,43 Mrd. Euro. Die Bilanz der Vermögensübertragungen stagnierte im Beobachtungszeitraum in
etwa auf dem Niveau der vergleichbaren Periode 2002.

Die Kapitalbilanz verzeichnete im Berichtszeitraum Nettokapitalzuflüsse im Bereich Portfolioinvestitionen sowie Nettokapitalabflüsse in den Teilbilanzen Direktinvestitionen und Sonstige Investitionen.

Die grenzüberschreitenden Transaktionen der Portfolioinvestitionen zeigten aktivseitig im Vergleich zum
Vorjahr nach wie vor einen geringeren Nettokapitalabfluss,
während sich passivseitig der Nettokapitalzufluss an das Vorjahresniveau annäherte. Österreichische Anleger investierten mit 9,95 Mrd. Euro um knapp 40 % weniger als im
Vergleichszeitraum 2002. Die Veranlagungen ausländischer
Investoren in österreichische Wertpapiere im Ausmass von
14,53 Mrd. Euro lagen nur knapp 10 % unter dem entsprechenden
Wert 2002. Per Saldo ergaben sich Kapitalzuflüsse in Höhe von
4,58 Mrd. Euro; in der Vergleichsperiode war ein
Nettokapitalabfluss in Höhe von 0,40 Mrd. Euro festzustellen. Langfristige festverzinsliche Wertpapiere waren weiterhin die dominierende Veranlagungsform.

Mit Neuinvestitionen von netto 1,58 Mrd. Euro erreichten österreichische Direktinvestitionen im Ausland etwa den entsprechenden Wert aus 2002 (1,68 Mrd. Euro). Ausländische Direktinvestitionen in Österreich lagen hingegen mit
0,87 Mrd. Euro merkbar über dem Wert der Vergleichsperiode
(0,37 Mrd. Euro).

Die Teilbilanz der Sonstigen Investitionen, die hauptsächlich durch das Kredit- und Einlagengeschäft des Bankensystems
bestimmt wird, drehte in der Berichtsperiode in einen Nettokapitalexport im Ausmass von -6,01 Mrd. Euro.

Die offiziellen Währungsreserven verzeichneten eine transaktionsbedingte Abnahme in Höhe von 0,87 Mrd. Euro.

Leistungsbilanz .................... 0,03 0,38 0,65 1,76

1) Zunahme: -; Abnahme:+.
Rundungen können Rechnungsdifferenzen ergeben

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