JVP bestätigt AK-Studie über Missstände in der Berufsausbildung

Linz (OTS) - Die heimische Berufsausbildung ist bei weitem nicht
so gut, wie von Landeshauptmann Pühringer immer behauptet. Das geht aus einer aktuellen Studie der Jungen Volkspartei hervor, laut der fast 40 Prozent der Jugendlichen mit ihrer Berufswahl unzufrieden sind. Die JVP bestätigt damit eine AK-Studie aus dem Vorjahr.

Die Junge Volkspartei hat für ihre Erhebung 6000 Fragebögen ausgesandt, fast 40 Prozent der Befragten zwischen 15 und 30 Jahre gaben an, andere Vorstellungen von Lehre und Beruf gehabt zu haben. Für Bernhard Bayer, Obmann der jungen Volkspartei, ist dieses Ergebnis alarmierend.

"Bayer widerspricht damit der Beschönigungspolitik seiner eigenen Partei", betont AK-Vizepräsident Johann Kalliauer, "die Behauptung der ÖVP, Oberösterreich sei das Lehrlingsland Nummer 1, ist nun unter einem anderen Licht zu sehen." Die Arbeiterkammer fordert ÖVP-Landeshauptmann Pühringer auf, die Sorgen der jungen Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher endlich ernst zu nehmen und die offensichtlichen Missstände in der Berufsausbildung zu bekämpfen.

Aber auch die Unternehmer sind gefordert, jungen arbeitswilligen Menschen die Chancen zu geben, die sie verdienen. Statt nur darüber zu jammern, dass keine qualifizierten Arbeitskräfte zu finden seien, sollten die Unternehmer verstärkt jungen Menschen Ausbildungsplätze anbieten. Leider ist das Gegenteil der Fall: die Zahl der Lehrstellen und auch der dort erlernbaren Berufe in Oberösterreich wird immer geringer.

Laut Erhebung der AK aus dem vergangenen Herbst arbeitet jeder dritte Lehrabsolvent nicht im erlernten Beruf. Als Hauptgrund für den Wechsel gaben die Befragten an, zuwenig zu verdienen, keine Aufstiegsmöglichkeiten zu haben oder keine freie Stelle zu finden. Jeder fünfte Befragte gab an, er hätte lieber einen anderen Beruf erlernt - dieses Ergebnis der AK-Studie wird nun durch die Erhebung der Jungen Volkspartei eindrucksvoll bestätigt.

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