Weniger Autobahnparkplätze: ASFINAG riskiert höheres Unfallrisiko

Mariner: Sicherheit muss Vorrang haben - 70 Autobahnparkplätze sollen in NÖ auf 20 reduziert werden

Wien (PWK 487) - "Die Qualität von Abstellplätzen auf Autobahnen darf nicht zu Lasten der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gehen," betont Josef Mariner, stellvertretender Obmann der Bundesparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich. "Prinzipiell begrüßen wir die Motivation der ASFINAG, mehr Qualität an Österreichs Autobahnen und deren Parkplätzen zu schaffen. Doch soll der ASFINAG bewusst sein, dass durch ihre Pläne auch die Verkehrssicherheit leiden wird," gibt Mariner zu bedenken.

Um die Qualität auf den Autobahnparkplätzen zu erhöhen, will die ASFINAG diese bekanntlich insgesamt reduzieren. Allein in Niederösterreich sollen fünfzig aufgelöst werden. In Zukunft sollen anstatt siebzig Plätzen nur noch 20 für Lkw zur Verfügung stehen.

Erst kürzlich hat Verkehrsminister Hubert Gorbach festgestellt, dass die Anzahl der Lkw-Abstellplätze im österreichischen Autobahnnetz zu gering ist. Nun soll diese Zahl durch die Maßnahme der ASFINAG weiter reduziert werden. Dadurch leide die Verkehrssicherheit, weil müde Lkw-Fahrer mangels freier Parkplätze gezwungen werden, weiter zu fahren und die gesetzlichen Fahrerzeiten nicht mehr eingehalten werden können, kritisiert Verkehrsexperte Mariner.

"Hoffentlich überdenkt die ASFINAG ihre Pläne noch einmal. Alle Verkehrsteilnehmer sind Kunden der ASFINAG. Die Sicherheit steht stets an vorderster Stelle. Die Frage der Qualität von Abstellplätzen darf deswegen nie die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährden," so Mariner abschließend. (hp)

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