Broukal: Gesund beten statt helfen

ÖVP-Brinek schließt Augen vor Notlage von Forschung und Entwicklung

Wien (SK) "Auch wenn die ÖVP es nicht hören will: Österreichs Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind 'höchst durchschnittlich' in Europa. Das sagt nicht die böse Opposition, das sagt die Bundesregierung in ihrem 'Forschungs- und Technologiebericht 2003'. ÖVP-Wissenschaftssprecherin Brinek wäre gut beraten, nicht schön zu reden, was nicht schön geredet werden kann", sagte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Broukal verweist auf eine Stellungnahme des Österreichischen Gewerbevereines, in der aufgezählt wird, welchen weiten Weg unser Land noch zur Europareife in Forschung und Entwicklung hat.
Dr. Herwig Kainz vom ÖGV hält fest: "Unter den 15 publikationsstärksten OECD-Ländern ist Österreich nicht zu finden. Wohl aber sieht man dort vergleichbare Staaten wie die Niederlande auf Platz 8 (weltweit), Schweden (11), die Schweiz (12), Belgien (13) und Finnland (15). Legt man die Anzahl der Wissenschafter je 1000 Beschäftigter über diese Aufstellung dann sind Japan und Finnland mit je 10, gefolgt von Schweden und USA mit je 9, Belgien mit 7, Dänemark, Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit je 6 über dem EU-Schnitt von 5,36; Österreich grundelt dahinter und wird nur noch von EU-Mittelmeeranrainerstaaten von der Schlusslichtposition ferngehalten."

Soweit die Analyse des ÖGV. "Österreich liegt bei Forschung und Entwicklung knapp über Griechenland und Portugal. Kann es eine vernichtendere Analyse geben? Jetzt ist helfen gefragt und nicht gesund beten", sagt Josef Broukal. "Forschung und Entwicklung müssen Chefsache werden. Die SPÖ ist zur Mitarbeit bereit." (Schluss) se

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