Österreichischer Tierschutzverein kritisiert: Geplante Verbesserungen zur EU-Tiertransportregelung sind zahnlos!

Wien (OTS) - sie Europäische Kommission hat sich die Latte für die geplanten Änderungen im Tiertransportrecht selber ziemlich hoch gelegt. EU-Kommissionsmitgliedes David Byrne spricht sogar von einer radikalen Überarbeitung mit dem Hauptziel, den Stress der Tiere auf ein Minimum zu reduzieren.

Maßnahmen wie Vereinheitlichung der Transportzeiten auf maximal 9 Stunden, danach 12 Stunden Pause, Verbot von Jungtiertransporten über 100 km, geringfügig mehr Platz (16%-40%), obligatorische Schulungen für Fahrer und Personal etc. sind gut gemeinte Ansätze, mehr jedoch nicht.

So ist die geplante Reduktion der Transportzeiten praktisch sinnlos, da die Abfolge von 9 Stunden Transport und 12 Stunden Pause beliebig wiederholt werden kann und die Tiere während dieser Pausen im Fahrzeug verbleiben. Ferner würde der skandalöse Umstand , dass leicht verletzte Tiere als transportfähig gelten, nicht behoben und das Kontrollsystem aufgebläht anstatt durchführbarer gemacht. Ob (Amts-)Tierärzte in das neue System überhaupt eingebunden sind, kann man derzeit noch nicht ersehen. Bezeichnend ist jedenfalls auch, dass sich zumindest bis 2005 gar nichts ändern soll. Erst dann sollen die versprochenen Verbesserungen umsetzbar sein.

Will man wirklich radikal umdenken, so müsste man den Forderungen des Österreichischen Tierschutzvereins endlich Rechnung tragen und die Exportsubventionen für Lebendtiertransporte abschaffen, eine maximal 4-stündige Transportzeit vorsehen und die Verpflichtung verankern, den nächstgelegenen Schlachthof anzufahren. Nur dann wird es gelingen millionenfaches Tierleid auf unseren Straßen zu verringern.

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Österreichischer Tierschutzverein
Mag. Roman Kopfer
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