Bösch zu Tiertransporten: Exportförderungen müssen fallen - alle anderen Regelungen sind nur Kosmetik

Wien (SK) "In Sachen Tiertransporte erwarte ich mir von der EU keine bürokratischen Regelungen, die in der Praxis nicht überprüfbar sind und die niemand kontrollieren kann, sondern echten Willen zur Veränderung." Mit diesen Worten reagiert Herbert Bösch, SPÖ-Europaabgeordneter und EU-Budgetexperte am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ auf den jüngsten Verordnungsentwurf der Kommission. "Die wirksame Kontrolle von Tiertransporten scheitert ja schon am Personalproblem", betont Bösch. "Wer soll denn die Überprüfungen vornehmen? Überall wird nach einem schlanken Staat, nach Personalabbau und Kostenreduktion gerufen, aber auf der anderen Seite fordert man strenge und umfassende Kontrollen. Das wird so nicht machbar sein." ****

"Der einzige Ansatzpunkt für einen wirksamen Tierschutz", so Bösch weiter, sei deshalb die Erfüllung einer langjährigen Forderung des Europäischen Parlaments: "Die finanziellen Anreize für Tiertransport müssen weg. Alles andere ist Kosmetik, die uns nicht weiter hilft und nur noch mehr nutzlose Bürokratie erzeugt!"

Bösch hatte zum Thema Export-Erstattung immer wieder diesbezügliche Vorstöße unternommen, "die aber bei den Mitgliedstaaten und leider auch bei Österreich auf taube Ohren gestoßen sind."

Allein im laufenden Jahr stelle die EU für die Exporterstattung von Lebendrindern 77 Millionen Euro zur Verfügung. Bösch: "Gegen diese Absurdität müssten die Kommission und die nationalen Regierungen vorgehen. Aber hier geschieht nichts. Und auch die österreichische Bundesregierung zeigt absolut kein Engagement." (Schluss) up/mp

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