Leitl: Mit "Export 1-24" exzellente Chancen der Lebensmittelwirtschaft in MOEL nutzen

Ziele: Plus 10 Prozent mehr Betriebe im Export, Plus 150 Mill. Euro Exportvolumen in den kommenden beiden Jahren

Wien (PWK 485) - "Vorteile für beide Seiten" sieht Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, in der heute, gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Josef Pröll präsentierten Intiative "Export 1-24". Das Miteinander von landwirtschaftlicher Urproduktion, gewerblicher Verarbeitung und Vermarktung in Hinblick auf die EU-Erweiterung sei ein sinnvoller Weg. Gerade der Export sei im aktuell konjunkturell schwierigen Umfeld der "Retter vor der Rezession". Die Zahlen der ersten vier Monate des Jahres 2003 zeigten ein Exportplus von 2,4 Prozent und ein Minus von 0,3 Prozent bei den Importen, was die Schwäche des Inlandsmarktes unterstreiche. Die Stärke Österreichs im Export müsse nun in dem sich einigenden Europa noch zunehmen, so Leitl. Die Regale der mittel- und osteuropäischen Partnerländer seien jedenfalls für österreichische Produkte offen. Wer im Tourismus die hochwertigen österreichischen Produkte kennengelernt habe, werde im Heimatland auch zu diesen greifen.

Bei den Agrarexporten habe sich Österreich im ersten Quartal 2003 gut behauptet: Die heimischen Exporte in die Welt stiegen um 7,5 Prozent. Mit "Export 1-24" soll, dieser Aufwärtstrend weiter fortgesetzt werden. In den kommenden beiden Jahren soll, so der WKÖ-Präsident, die Anzahl der im Export befindlichen Betriebe der Lebensmittelwirtschaft um 10 Prozent erhöht werden. Zum Vergleich:
Die Lebensmittelwirtschaft zählt derzeit rund 4.200 Betriebe aus Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung. Rund 24 Prozent davon befinden sich im Export. Ein Plus von 10 Prozent würde 100 zusätzlich Betriebe im Export bedeuten. Als weiteres Ziel nannte Leitl die Steigerung des Exportvolumens um ein Drittel von rund 450 Mill. Euro 2002 auf rund 600 Mill. Euro bis 2005. Damit schaffe man nicht nur 1.200 zusätzliche Arbeitsplätze sondern auch 60 Mill. Euro mehr Einnahmen für die öffentliche Hand.

"Wir wissen, dass der Lebensmittelmarkt heiß umkämpft ist. Mit Qualität, Flexibilität und dem Eingehen auf spezifische Erfordernisse haben wir bisher gepunktet. Image und Marketing sollen durch Export 1-24 gebündelt dazukommen", unterstrich Leitl. Erfolgreiche Beispiele für Exporterfolge seien Ybbstaler, Wiberg, Pfanner, Rauch aber auch Red Bull, Manner, Kotanyi oder die BBAG. Selbst österreichische Salami werde in Ungarn verkauft.

Mit "Export 1-24" verfolge die WKÖ nicht nur das Ziel, mehr heimische Betriebe in den Export zu bringen. Die Initiative sei auch eine Möglichkeit, den österreichischen Unternehmen die positiven Auswirkungen der Erweiterung aufzuzeigen. Nach einer aktuellen Umfrage der WKÖ ist der Anteil jener Unternehmer, die sich Vorteile durch die Erweiterung erhoffen, von 49 Prozent auf 38 Prozent gesunken. Die heimische Wirtschaft müsse sich keinesfalls fürchten. So ist die regionale Handelsbilanz des Burgenlands ausgeglichen mit Westungarn. "Wir haben eine exzellente Chance, wenn wir es verstehen, uns professionell zu vermarkten. Gerade die mittelständischen Unternehmen die allein keine Möglichkeit sehen, können mit dieser Exportinitiative die kritische Schwelle überschreiten", schloss der WKÖ-Präsident. (US)

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