ÖAMTC: MAUSI 1 und JAGA 5 haben ein Ablaufdatum

Erste Wunschkennzeichen verlieren im kommenden Jahr Gültigkeit

Wien (ÖAMTC-Presse) - So mancher Besitzer von
Kfz-Wunschkennzeichen aus dem Jahr 1990 wird im kommenden Jahr die Brieftasche zücken müssen, um seine geliebten Taferln nicht los zu werden. "Wunschkennzeichen verlieren nach 15 Jahren ihre Gültigkeit. Als Stichtag gilt nicht allein der Tag der Zuweisung, schon das Datum der Reservierung ist ausschlaggebend", weiß ÖAMTC-Jurist Karl-Heinz Wegrath. In Österreich wurden die ersten Wunschkennzeichen im Jänner 1990 vergeben, Reservierungen waren aber schon im Herbst 1989 möglich.

Im Normalfall müssten die Behörden im kommenden Jahr alle Wunschkennzeichen-Besitzer anschreiben, die 1989 ihren Wunsch nach einem individuellen Kennzeichen für das Auto bei der Zulassungsstelle deponiert haben. Der Wunschkennzeichen-Besitzer hat dann drei Möglichkeiten:

  • Das Wunschkennzeichen kann auf weitere 15 Jahre beantragt werden -das kostet allerdings 172 Euro und zusätzlich 18 Euro für ein neues Taferl mit EU-Emblem.
  • Der Zulassungsbesitzer nimmt sich ein anderes Wunschkennzeichen. Dafür müssen 172 Euro plus 18 Euro für das neue Taferl bezahlt werden.
  • Man verzichtet auf sein Wunschkennzeichen und bekommt ein normales Kennzeichen zugewiesen. Für das Standard-Kennzeichen sind zumindest 18 Euro zu begleichen.

Kommt von der Zulassungsbehörde keine Post, dann sollte der Wunschkennzeichen-Besitzer aktiv werden und den Kontakt zu den Mitarbeitern der Zulassungsstelle suchen, um die Wunsch-Taferln nicht zu verlieren.

"Wer sich nicht rechtzeitig um eine Verlängerung kümmert, braucht sich nicht davor fürchten, dass auch die Zulassung für das Fahrzeug aufgehoben wird", beruhigt der ÖAMTC-Jurist. Das Recht zum Führen des bestehenden Wunschkennzeichens erlischt nach Ablauf der 15-jährigen Gültigkeit und der Austausch auf ein normales Kennzeichen ist zwingend.

"Wie viele Wunschkennzeichen seit 1990 tatsächlich ausgeben wurden, ist nicht festzustellen, weil die Behörden nicht in der Lage sind entsprechende Auskünfte darüber zu geben", erklärt Wegrath. Die Einnahmen aus den Wunschkennzeichen gehen direkt in den Verkehrssicherheitsfonds. Die Mittel stehen jedem Bundesland für Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu. Wie hoch der Verkehrssicherheitsfonds dotiert ist und in welche Projekte die Mittel fließen, lässt sich ebenfalls nicht sagen. "Aktuelles Datenmaterial konnte nach Club-Anfrage von den Behörden nicht zur Verfügung gestellt werden. Eine Offenlegung der zweckgebundenen Mittel des Verkehrssicherheitsfonds ist wünschenswert", sagt der ÖAMTC-Jurist.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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