Dolinschek: Strom-Netztarife zugunsten der privaten Strombezieher senken

"E-Wirtschaft wird auch ohne "Körberlgeld" überleben"

Wien, 2003-07-17 (fpd) - "Die für die Durchleitung von Strom verrechneten Gebühren sind rasch und deutlich zu reduzieren. Diesmal sollen die privaten Haushalte und Gewerbebetriebe die Nutznießer der Liberalisierung des Strommarktes sein", forderte heute FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Abg. Sigisbert Dolinschek, der sich in dieser Angelegenheit der Unterstützung der Konsumentenschutzstaatssekretärin Ursula Haubner gewiß ist.****

Die Tarife für die Durchleitung von Strom in Österreich seien immer noch exorbitant hoch. Während die Tarife für Großabnehmer bereits abgesenkt worden, seien sie für die Haushalte EU-weit nach wie vor am teuersten. Der Preis liege bis zu 70 % über dem EU-Durchschnitt. Zu diesem klaren Ergebnis komme eine von der europäischen Kommission in Auftrag gegebene Untersuchung. Auch die Experten der Internationalen Energieagentur kritisieren diese Verhältnisse. "Diese wirken sich negativ auf die Brieftasche der heimischen Konsumentinnen und Konsumenten aus und behindern auch den echten Wettbewerb zwischen den Anbietern", so Dolinschek.

Dolinschek forderte, daß in der Angelegenheit die E-Control und der Stromregulator Boltz tätig werden sollten. Denn es sei nicht einzusehen, daß Privathaushalte und Gewerbebetriebe drei- bis viermal so hohe Netzentgelte zahlen müßten als die Industrie. "Die Klein- und Mittelunternehmen stellen das Rückgrat der heimischen Wirtschaft dar. Diesen, und damit auch der Gesamtwirtschaft würde eine Senkung der Kosten - zumindest einmal auf EU-Durchschnitt - in der angespannten Wirtschaftslage sicher helfen", erklärte Dolinschek.

"Die Großabnehmer waren in erster Linie die Profiteure der Liberalisierung des Strommarktes. Diesmal müssen auch die kleinen Abnehmer wie Privathaushalte und Gewerbebetriebe den ihnen zustehenden Anteil bekommen. Ich hoffe, daß die E-Wirtschaft ihre Verantwortung wahrnimmt und sich nicht zu Lasten ihrer Kundinnen und Kunden gegen die Reduktion stemmt", betonte Dolinschek abschließend. (Schluß)

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