Österreichs Beraterbranche: Punkten mit Qualität und Bemühen um Transparenz

Aus- und Weiterbildungsinitiative der Interessenvertretung: Lehrgang "Akademische/-r Unternehmensberater/-in" ab Herbst - Zeichen für hohen Ausbildungsstandard und Beratungsqualität

Wien (PWK 484) - "Die Bezeichnung Berater, Consulter oder
Consultant auf der Visitenkarte wird künftig nicht mehr ausreichend sein", weiß Friedrich Bock, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie (kurz UBIT) in der WKÖ. "Wir glauben, dass Unternehmen bei Beratern künftig verstärkt Qualitätskriterien erwarten und diese auch nachfragen werden." Um Transparenz zu schaffen, die den potenziellen Kunden zugute kommen soll, hat der Fachverband der Unternehmensberater, in dem mehr als 29.000 Mitglieder österreichweit organisiert sind, eine Aus- und Weiterbildungsoffensive gestartet. Denn einerseits wird der heimischen Beraterbranche überwiegend hohe Kompetenz bescheinigt. Anderseits würde es ab und an zu Unschärfen bei der Umsetzung von theoretischen Konzepten in die Praxis kommen. "Zudem ist der Begriff Berater nicht geschützt", bedauert Fachverbandsobmann Bock. Daher könne sich in Österreich jeder, dem es danach ist, Berater nennen und seine Dienste anbieten. Dieses Faktum machen sich "schwarze Schafe" zu Nutze und bringen so einen ganzen Berufsstand in Misskredit.

Mit einem konkreten nächsten Schritt im Zuge der Aus- und Weiterbildungsoffensive will der Fachverband Unternehmensberatung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ein hoher Ausbildungsstandard soll geschaffen werden, die deutliche Abgrenzung von den "schwarzen Schafen" der Branche wird forciert. Dazu beginnt im Herbst dieses Jahres die vom "institute for management consultants and information technology experts", kurz "incite", angebotene Ausbildung zum "Akademischen Unternehmensberater". Das 42-tägige Ausbildungsprogramm hat universitären Charakter. Für eine Teilnahme ist aber der Nachweis von klar definierten berufsspezifischen Voraussetzungen notwendig. Mehr Informationen dazu sind im Internet auf www.incite.at zu finden. Zudem müssen die Absolventen aber durch die Erstellung von praktischen Abschlussarbeiten die Fähigkeit der Umsetzung von theoretischem Wissen in die Praxis klar unter Beweis stellen. Mit dem Ausbildungsabschluss erwirbt man die Berechtigung, die Bezeichnung "Akademische/-r Unternehmensberater/-in" zu führen - und zwar als nach außen hin sichtbares Zeichen für einen hohen Ausbildungsstandard, geprüftes Wissen und vorhandene Kompetenz. Das berufsbegleitende Angebot richtet sich an Unternehmens- und Wirtschaftsberater, interne sowie IT-Berater.

Unbestritten ist wie gesagt das Know-How der heimischen - überwiegend kleinen und mittleren - Beratungsunternehmen. Für den Fall, dass Kunden mit einer Beratungsdienstleistung nicht zufrieden waren, können sie auch im Nachhinein noch die Initiative ergreifen: Der Fachverband hat als außergerichtliche Schlichtungsstelle ein Schiedsgericht eingerichtet, das angerufen werden kann. Das im Fachverband angesiedelte Schiedsgericht ist via E-Mail an office-ubdv@wko.at, per Fax an 01/501 05-285 sowie telefonisch unter 01/501 05-3539 erreichbar. (JR)

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