FOPI: "Offen für sinnvolle Gesundheitsreform"

Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie bietet Rauch-Kallat Unterstützung an

Wien (OTS) - "Gesundheit kostet Geld und den Sparstift bei neuen, innovativen Arzneimitteln anzusetzen bedeutet sparen am falschen Ort", warnt aus Anlass der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion der Präsident des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI), Alexander Mayr. Die steigende Lebenserwartung der Österreicher über die letzten Jahrzehnte - von 1961 bis 2001 plus zehn Jahre - erfordert, dass seitens der Politik darüber nachgedacht wird, was der Gesellschaft in Zukunft unsere Gesundheit wert ist.

Die Aussagen von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat in der gestrigen ORF-Sendung "Report" werden von Alexander Mayr begrüßt: "Im Sinne einer Gesundheitspartnerschaft darf sich keiner der Beteiligten einer notwendigen Reform des Gesundheitswesens entziehen. Patienten und pharmazeutische Unternehmen ziehen hier somit am selben Strang."

Eine sinnvolle Reform spart jedoch den stationären Bereich nicht aus: Mit 58 Prozent fließt der größte Teil des Gesundheitsbudgets in die Finanzierung der Krankenhäuser, Medikamente machen hingegen nur 15 Prozent der Gesamtgesundheitsausgaben aus. Mayr: "Wir liegen in Österreich bei den Fabriksabgabepreisen 16 Prozent, in manchen Fällen sogar bis zu 30 Prozent, unter dem EU-Durchschnitt. Innovative Unternehmen haben es damit nicht leicht."

Die derzeit diskutierten gestiegenen Arzneimittelausgaben spiegeln den Stand der Wissenschaft und Forschung wider. Medikamente dürfen nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden, sondern stellen einen Wert mit größter Umwegrentabilität dar. Das heißt, Patienten werden schneller gesund, können früher wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden und führen damit indirekt zu einer Reduktion der Aufwendungen für Krankenstände. Forschungsorientierte pharmazeutischen Unternehmen investieren 18 Prozent ihres Umsatzes in die Erforschung und Entwicklung neuer, innovativer Medikamente. Der rasche und unbürokratische Zugang der Patienten zu innovativen Medikamenten muss gesichert sein, fordert Mayr.

Die Vorschläge seitens Rauch-Kallats, den verstärkten Einsatz von Generika und die Verfügbarkeit von mehr nicht rezeptpflichtigen Medikamente zu fördern, sind dabei besonders wichtig. Damit sich Kostenträger innovative Medikamente leisten und diese den Patienten auch rasch und uneingeschränkt zur Verfügung stellen können, müssen die österreichischen Generikapreise aber auf EU-Niveau gesenkt werden.

Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie hofft auch auf den Reformwillen seitens des Hauptverbandes. Um mit einem innovativen Medikament in das Heilmittelverzeichnis aufgenommen zu werden, bedarf es derzeit eines bürokratischen Hürdenlaufs. Mayr:
"Allein für den Antrag müssen wir 20.000 Seiten abliefern, damit sich der Hauptverband überhaupt mit dem neuen Arzneimittel beschäftigt."

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