WKÖ begrüßt EU-Vorschlag über ermäßigte MwSt.-Sätze für arbeitsintensive Dienstleistungen

Mitterlehner: Ein sinnvoller Beitrag zur Bekämpfung der Schwarzarbeit

Wien (PWK 483) - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission, für bestimmte arbeitsintensive Dienstleistungen einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz zuzulassen. Grundlage des Vorschlages ist ein Pilotprojekt, das Ende dieses Jahres ausläuft und von dem bis dato 9 der 15 EU-Mitgliedstaaten Gebrauch gemacht haben. Österreich war nicht darunter.

"Die Erfahrungen mit diesem seit dem Jahr 2000 laufenden Experiment waren durchwegs positiv", unterstreicht WKÖ-Generalsekretärstellvertreter Reinhold Mitterlehner. Die niedrigeren MwSt.-Sätze seien ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Schwarzarbeit.

Die EU-Kommission möchte die ermäßigten Mehrwertsteuersätze auf einige wenige Branchen begrenzen. Bis zur Umsetzung des Vorschlages ist es jedoch noch ein weiter Weg, zumal die Finanzminister den Vorschlag einstimmig billigen müssen. Mitterlehner: "Wir appellieren an die österreichische Regierung, diesen Vorschlag der Kommission im Rat der Wirtschafts- und Finanzminister aktiv mitzutragen." Damit sei der Weg frei, bestimmte arbeitsintensive Dienstleistungen auch in Österreich mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz zu belegen. Gemäß Brüssel soll jedes EU-Land auf freiwilliger Basis und in einem klar begrenzten Bereich ermäßigte MwSt.-Sätze einführen können, dies aber nicht müssen.

Mitterlehner abschließend: "Es wäre ein falsches Signal, würde die EU trotz der momentan ohnehin sehr schwierigen Wirtschaftslage einem so vielversprechenden Projekt wieder den Hahn abdrehen." (SR)

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