Medikamentenkosten: Bures - "Rauch-Kallat soll nicht nur reden, sondern endlich handeln!"

Jährlich könnten 200 Millionen Euro bei den Medikamentenkosten eingespart werden

Wien (SK) "Gesundheitsministerin Rauch-Kallat soll nicht nur reden, sondern endlich handeln", forderte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Mittwoch anlässlich der von Rauch-Kallat angekündigten Einsparungen bei den Medikamentenkosten. Das mögliche Einsparungsvolumen bei den Medikamenten bezifferte Bures mit Verweis auf Expertenberechnungen mit 200 Millionen Euro jährlich. Bures fordert die Ministerin daher auf, die Groß- und Kleinhandelsspannen bei Medikamenten per Verordnung sofort auf EU-Niveau zu senken. ****

Den PatientInnen würde durch diese Einsparungen keinerlei Nachteile erwachsen, im Gegenteil: "Derlei sinnvolle Einsparungen könnten unsoziale und vom Ansatz her völlig falsche Pläne der Regierung, wie die Einführung von 'Krankenstrafsteuern' in Form von neuen Selbstbehalten beim Arztbesuch, ersetzen", so Bures. "Die Ministerin sollte daher sofort per Verordnung die Groß- und Kleinhandelsspannen und die Preise senken, und nicht erst langwierige Prozesse in Arbeitgruppen in Gang setzen", fordert Bures gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Denn mit jedem Monat, in dem nicht gehandelt werde, entgingen dem Gesundheitssystem rund 17 Mio. Euro. "Angesichts der extrem angespannten Finanzlage bei den Sozialversicherungen ist eine Verzögerung hier unverantwortlich", so Bures, die darauf verweist, dass die SPÖ bereits vor einem Jahr ein Konzept für die Zukunft des Gesundheitswesens vorgelegt hat, worin bei den Medikamenten eine Senkung der Großhandels- und Apothekerspannen auf EU-Niveau, eine Neuordnung der Distributionswege und die verstärkte Verschreibung von Generika gefordert wird.

Insgesamt erscheinen Bures die Regierungspläne zur Absicherung des Gesundheitswesens als ein "unausgegorenes Flickwerk". Die für 2005 geplante Einführung genereller Selbstbehalte beim Arztbesuch sei "der vollkommen falsche Weg" und "sinnvolle Einzelmaßnamen, wie die Senkung der Medikamentenpreise, machen noch keine Reform des Gesundheitswesens aus". Notwendig sei eine echte Strukturreform und die Herstellung von Beitrags- und Leistungsgerechtigkeit im Gesundheitswesens, so Bures abschließend.

Das SPÖ-Konzept für die Zukunft des Gesundheitswesens finden Sie im Internet unter www.spoe.at >Standpunkte>Konzepte. (Schluss) ml

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