Weninger: Droht Niederösterreich ein weiterer Kahlschlag im öffentlichen Verkehr?

Wenn Gemeinden nicht zahlen, wird Postbuslinie eingestellt!

St. Pölten, (SPI) - "Mit großer Sorge für das Land Niederösterreich und viele Gemeinden", sieht der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hannes Weninger, die jüngste Entwicklung im Bereich der Postbus-Privatisierung, welche von der Bundesregierung massiv betrieben wird. "Die Unternehmensführung droht bereits jetzt die Einstellung von Postbuslinien und Fahrplankursen an, sollten Länder und Gemeinden in Zukunft nicht tiefer in die Tasche greifen und für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs zahlen. Für die ländlichen Regionen Niederösterreichs ein Damoklesschwert - die Gemeinden werden es sich nicht leisten können und das Land hat auch keine Millionen zu verschenken", so Weninger.****

"Diese Vorgehensweise sei zudem wiederum ein exemplarisches Beispiel dafür, wie der Bund den Finanzausgleich umgeht und den Ländern und Gemeinden zusätzliche finanzielle Erschwernisse auferlegt", so der SPNÖ-Politiker. Der Bund zieht sich aus seiner Verantwortung für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs einfach zurück, verkauft alles, und die Länder und Gemeinden sollen zahlen. Öffentlicher Verkehr kann im weitläufigen Niederösterreich und schon gar nicht am Land gewinnorientiert geführt werden. Da müssten wohl mehr als die Hälfte aller Linien sofort zugesperrt werden. "In vielen Gemeinden ist aber der Postbus das einzige öffentliche Verkehrsmittel und damit die Anbindung an andere Städte und Gemeinden. Wenn hier ein Kahlschlag erfolgt, wären die Menschen massiv betroffen. Man stelle sich vor, ein älterer Mensch müsste mit Bus zum Arzt oder ins nächste Spital fahren oder ein Schüler in seine Schule - was machen alle jene, die hier auf den Postbus angewiesen sind", kann sich Weninger mit einer derartigen Vorgehensweise nicht identifizieren.

"Die Forderung Niederösterreichs in diesem Zusammenhang kann nur die Aufrechterhaltung des ohnehin in den letzten Jahren bereits ausgedünnten Fahrplanangebots der Postbuslinien heißen. Öffentlicher Verkehr ist ein Bedürfnis der Grundversorgung für Hunderttausende Menschen. Hier kann man nicht einfach mit dem Rechenstift drüberfahren und die Bevölkerung ihrem Schicksal überlassen", so Weninger abschließend.
(Schluss) fa

Rückfragen & Kontakt:

Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
andreas.fiala@noel.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001