GPA-Jugend: Finanzminister Grasser verhöhnt arbeitslose Jugendliche

Vergleich seiner verschwenderischen Selbstdarstellung mit Lehrlingsoffensive von BM aD Hostasch ist Schlag ins Gesicht von rd. 50.000 Jugendlichen ohne Job

Wien (GPA/ÖGB). "Mit seinen Aussagen in der gestrigen ORF-Sendung 'Offen gesagt' lieferte der Finanzminister Mag. Grasser einen handfesten Eklat", ist Christian Jammerbund, Bundesjugendvorsitzender der GPA überzeugt und bezieht sich auf den von KHG getätigten Vergleich seiner finanziellen Aufwendungen für Selbstdarstellungen mit Werbemaßnahmen der Regierung Klima wie z.B. dem Jugend-NAP (Nationaler Aktionsplan f. Beschäftigung).

"Es zeigt schon von besonderer Abgehobenheit und Egozentrik, sich in einer Zeit der sozialen Kälte einen solchen Ausrutscher zu leisten", zeigt sich Jammerbund verärgert und stellt sich demonstrativ hinter die Maßnahmen der damaligen Sozialministerin Lore Hostasch, die "im Bewusstsein gehandelt hat, etwas gegen die steigende Jugendarbeitslosigkeit unternehmen zu müssen".

Die GPA Jugend verweist dabei auf die Tatsache, dass Österreich derzeit die höchste Jugendarbeitslosigkeit seit Ende des 2. Weltkrieges zu verzeichnen hat, nämlich rd. 50.000 Jugendliche unter 25 Jahren. Dazu kommen österreichweit noch rd. 8.000 Lehrstellensuchende.

"Diese Bundesregierung treibt den österreichischen Arbeitsmarkt in eine Sackgasse und wird dafür noch von der Industriellenvereinigung und anderen LobbyistInnen reichlich belohnt. Andere Regierungen haben genau diese LobbyistInnen in die Pflicht genommen, wenn es darum ging, Ausbildung und Beschäftigung für die Jugendlichen Österreichs sicherzustellen", so der GPA Jugend-Vorsitzende weiter.

Für Finanzminister Grasser selbst hätte die GPA Jugend einen praktischen Vorschlag: "Herr Grasser möge sich doch einfach für die nächste 'Starmania'-Staffel bewerben. So hätte er eine breite Plattform zur Selbstdarstellung, die noch dazu vom ORF finanziert würde", empfiehlt Jammerbund und hält fest: "So hätten wenigstens die Jugendlichen selbst die Möglichkeit, den Minister direkt per SMS-Voting abzuwählen".

ÖGB, 14. Juli 2003
Nr. 595

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