Gorbach: Post muss dynamisiert und nicht zerschlagen werden

Wien (OTS) - "Die europäischen Postdienste befinden sich alle in einer Umstrukturierungsphase. Die Liberalisierung wird bis 2009 beendet sein und damit alle Monopole aufgelöst. Mit dem gestrigen Beschluss des neuen Postgesetzes wurde auch für die österreichische PostAG mit der Herabsetzung des geschützten Bereiches für Briefsendungen auf unter 100 Gramm ein Schritt in Richtung Marktliberalisierung gesetzt.
Niemand will die Zerschlagung der Post. Aber es ist unerlässlich, dass die Post sich dynamisiert. Sie muss darauf setzen, ihre Kernkompetenzen auszubauen statt sich auf ihrer Monopolstellung auszuruhen. Das Restrukturierungskonzept der Post ist eine Defensivstrategie. Was die Post aber für ein Bestehen im freien Wettbewerb braucht ist eine Offensivstrategie. Dazu gehört die Suche nach Kooperationspartnern und neuen Geschäftsfeldern. Nur damit kann eine wirtschaftlich gesunde Basis gewährleistet, Arbeitsplätze gesichert und der Versorgungsauftrag erfüllt werden. Die Post braucht diese Entwicklung nicht zu scheuen. Die Österreicher stehen zu ihrer Post - sie symbolisiert ein Stück Heimat", sagte Infrastrukturminister Hubert Gorbach nach dem gestrigen Beschluss des neuen Postgesetzes im Nationalrat.

Er sei als Infrastrukturminister zwar nicht Eigentümervertreter der Post. Dennoch sei es ihm ein großes Anliegen, dass die Post den Österreichern als erfolgreiches Dienstleistungsunternehmen erhalten bleibt. "Die Post ist ein wichtiger Teil unserer Infrastruktur und für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort unverzichtbar", so Gorbach. (schluß bxf)

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