Dehio Wien Innere Stadt präsentiert

Wien (OTS) - An einem für dieses Werk repräsentativen Ort, im Palais Daun-Kinsky, präsentierten am Donnerstag Nachmittag Vertreter des Bundesdenkmalamtes mit Präsident Dipl. Ing. Dr. Wilhelm Georg Rizzi und Generalkonservatorin Dr. Eva-Maria Höhle an der Spitze, sowie Verleger Komm.Rat Peter Berger das DEHIO-Handbuch "Wien 1. Bezirk - Innere Stadt". Das von einem Team von 13 Autoren in 10jahriger Arbeit redigierte Werk, mit dem die Bearbeitung Wiens abgeschlossen wurde, präsentiert - gemäß den generellen Vorgaben der DEHIO-Bände für Österreich, die eine grundlegende Bestandsaufnahme des österreichischen Kulturgutes vorsehen - ein nach topographischen Richtlinien erarbeitetes Denkmälerinventar des historischen Kerns der Stadt und erfasst dabei in penibler Weise den größten Teil ihrer Bausubstanz. Das Werk, das in einer Auflage von 5.000 Stück erscheint und zum Preis von 83 EUR im Buchhandel erhältlich ist, wendet sich an kunsthistorisch Interessierte Einheimische wie Touristen ebenso wie auch an die Wissenschaft und die Denkmalpflege, für die es nun ein unverzichtbares Nachschlagwerk bildet.****

Auf rund 1100 Seiten gibt das Werk umfassende kunsthistorische Auskunft über 69 Kirchen und andere Sakralbauten, 32 Klöster, 110 Schlösser und Palais, 140 öffentliche Monumentalbauten, 325 Denkmäler, Brunnen etc. und 800 Wohnbauten. Insgesamt umfassen die drei Bände DEHIO-Wien - die zwei Bücher für die Bezirke 1 bis 9 und 20, sowie die Außenbezirke sind bereits auf dem Markt - 2000 Seiten und stellen damit die erstmalige Denkmalinventarisierung einer großen europäischen Metropole in dieser Form und Ausführlichkeit dar. Der Band Innere Stadt zeigt die besondere Dichte an wertvollen historischen Bauten in diesem Stadtraum, gegenüber der früheren Ausgabe des DEHIO wurden insbesondere Bauten des Historismus und Jugendstils in wesentlich höherem Maß einbezogen, deren Wert ebenso wie der der Gemeindebauten der Zwischenkriegszeit erst in jüngerer Zeit entsprechend gewürdigt wurde. Für ganz Wien wurden 17.200 Wohnbauten in den DEHIO aufgenommen, ein Zeichen für die Qualität der historischen Wohnarchitektur der Stadt. Weiters finden in der neuen Ausgabe auch technische Denkmäler von Brücken bis WC-Anlagen verstärkt Berücksichtigung, womit ebenfalls die Entwicklung des Denkmalschutzes aufgezeigt wird. Die Recherchen für den neuen DEHIO Innere Stadt brachten auch eine Reihe von neuen Erkenntnissen: So Hinweise darauf, dass es in Wien um 1300 bereits eine umfassende Bausubstanz in Stein gab, weiters wurden u.a. gotische Fenster in alten Bürgerhäusern, eine gotische Sitznische im Palais Collalto sowie die Untergeschossmauern der alten Babenbergerresidenz Am Hof gefunden. In Zusammenhang mit der Präsentation des DEHIO verwiesen die Vertreter des Bundesdenkmalamtes auch darauf, dass die Auszeichnung der Inneren Stadt mit den Titel "Weltkulturerbe" eine Verpflichtung darstelle. Das Bundesdenkmalamt werde in Zukunft auch in dieser Verantwortung agieren. (Schluss) gab/vo

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