"Land und Leute" in ORF 2 über vielfältige Initiativen in der Landwirtschaft

Kunst aus Getreide, Wein aus dem Donauland und Fruchtjoghurt für den Weltmarkt

St. Pölten (OTS) - Die Themen der kommenden beiden Sendungen "Land und Leute", produziert vom ORF Landesstudio Niederösterreich, jeweils um 16.25 Uhr in ORF 2:

* Samstag, 19. Juli:

"Bio-Region Murau"
ein Bericht von Anja Degen aus der Steiermark
Murau und das Umland setzen ganz auf biologische Landwirtschaft sowie ökologische Nachhaltigkeit. Das besondere daran: Vom Lebensmittelhandel über Installationsunternehmen bis hin zur Brauerei machen immer mehr Betriebe mit - die einen, indem sie ausschließlich Bio-Produkte verkaufen, die anderen, weil sie bei Heizanlagen auf Biomasse setzen...

"Kraftfutter für die Alm"
ein Bericht von Franz-Michel-Hinteregger
Auf den Almen wird dem Vieh immer mehr Heu und Kraftfutter zugefüttert. Hochgezüchtete Milchkühe finden mit dem besten Berggras nämlich kein Auslangen mehr. Andererseits widerspricht diese Fütterung dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft und jener Werbestrategie, die von natürlicher Alpenmilch aus dem Kreislauf der Natur spricht. Außerdem müssen breite Güterwege gebaut werden, damit die Lastwagen auf die Almen fahren können... Wie dieser Konflikt gelöst werden kann, weiß niemand so genau - in Vorarlbergs Almwirtschaft jedenfalls versucht man einen Balanceakt zwischen moderner Viehzucht und Ökologie, damit die Milchwirtschaftsalmen überhaupt noch beweidet werden.

"Landarte"
ein Bericht von Tarja Prüss aus Vorarlberg und der Schweiz
Riesige Pflanzenkunstwerke wachsen und gedeihen derzeit im Rheintal. Möglich machen das 44 Bauern und 13 Künstler in einer einzigartigen Zusammenarbeit. Unter dem Titel "Landarte" haben sie riesige Kunstwerke in der Natur wachsen lassen - als Beitrag zum 200-Jahr-Jubiläum des Kantons Sankt-Gallen. Entstanden sind einzigartige Bilder, zum Teil mehrere Kilometer lang und mehrere hundert Meter breit: Sie wurden satellitengestützt in die Landschaft übertragen, wo dann die Aussaat erfolgt ist. Nun werden sie von den Bauern gehegt und gepflegt - so kümmern sich Milchbauern, die sonst nur Weideland haben, nun um Weizen- und Gerstefelder. Mit dabei ist auch der Vorarlberger Maler und Bildhauer Herbert Fritsch, der sich seit Jahren mit Chiffren und Symbolen beschäftigt. Sein Zeichen "Erdsignal" ist zehn Hektar groß und hat einen Umfang von knapp sechs Kilometern.

"Weinbaugebiet Donauland"
ein Bericht von Jan Matejcek aus Niederösterreich
Eine Reise durch das Weinbaugebiet Donauland. Typisch für das 2.730 Hektar umfassende Gebiet sind außerordentlich würzig-pfeffrige Grüne Veltliner sowie herzhafte Weißburgunder von guter Substanz, die auf den tiefgründigen Lössböden prächtig gedeihen. Charaktervoll präsentiert sich auch der Rote Veltliner, eine uralte Rebsorte, die körperreich-schmelzige Weißweine mit zarten Aromen ergibt. Das Sortenspektrum ergänzen Rotweine, vorwiegend der Sorte Blauer Zweigelt. Bekannte Weinbauorte sind Kirchberg, Fels, Feuersbrunn und das Eiswein-Mekka Großriedenthal. Im östlichen Teil des Weinbaugebietes liegt die traditionsreiche Weinstadt Klosterneuburg -Sitz der berühmten Weinbauschule und Forschungsanstalt und des größten österreichischen Privatweinguts im Chorherrenstift mit sehenswerten Kelleranlagen. Urige Heurige mit Donaublick locken Gäste aus dem nahen Wien, und der hier erzeugte Sekt zählt zu den besonderen "Schmankerln" des Landes.

* Samstag, 2. August:

"Steirisches Fruchtjoghurt für den Weltmarkt"
ein Bericht von Anja Degen aus der Steiermark
Die Wortverbindung "Frucht + Joghurt" klingt natürlich und unglaublich gesund - doch daß der Fruchtgeschmack im Joghurt nicht unbedingt von Früchten kommt, wissen nur wenige. Anders ist es bei den Fruchtzubereitungen für Fruchtjoghurt und Fruchtquark der Firma Steirerobst: Hier stimmen Geschmack und Inhalt überein. Das hochmoderne Unternehmen ist in Europa Marktführer für biologische Fruchtzubereitungen - 90 % gehen in den Export, Partner sind die bedeutendsten Molkereien Europas. Im Werk im steirischen Gleisdorf sind 255 Mitarbeiter beschäftigt. Neben der bewährten Zusammenarbeit mit den regionalen Beerenbauern werden Früchte auch auf in der Ukraine langfristig zur Verfügung stehenden Flächen selbst angebaut, in kleinerem Umfang auch in Ungarn und Rumänien.

"Weiderinderfeste"
ein Bericht von Herbert Schaden aus Niederösterreich
Sechs initiative Weidegemeinschaften des Waldviertels gestalten den Weideaustrieb ihrer Tiere als Fest für die ganze Region: Während nebenan die Kühe weiden, können sich Sportliche bei einer kleinen Wanderung fit halten, für Hungrige macht danach der Vizeweltmeister im Grillen, Adolf Matzek, Lust auf gegrilltes Rindfleisch. Und wer selbst einmal Bauer sein möchte, kann hier schon einmal üben: Beim Weidetriathlon müssen die Besucher ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen - beim Melken, Sensenmähen und Kartoffelschälen werden die Besten gesucht.

"Getreideanbau in Tirol"
ein Bericht von Christl Finkenstedt aus Tirol
Ein Bauer aus Haiming hat in den letzten 20 Jahren den bereits totgesagten Getreideanbau in Tirol wieder aktiviert - er baut derzeit acht verschiedene Getreidesorten an, nämlich Dinkel, Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Buchweizen und zwei verschiedene alte Sorten Mais. Verarbeitet werden sie - auch mithilfe einer alten Wassermühle - zu Flocken, Mehl und Polenta.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Koch
ORF Landesstudio Niederösterreich
Telefon: 02742 / 2210 - 23 754

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