Raschhofer: Kommissionsvorschlag über embryonale Stammzellenforschung zwingt Österreich zu finanziellem Beitrag

Wien, 2003-07-10 (fpd) - "Österreich wird in Zukunft die embryonale Stammzellenforschung EU-weit mitfinanzieren müssen, obwohl sie in unserem Land verboten ist". Mit diesen Worten kommentierte heute die freiheitliche EU-Delegationsleiterin Daniela Raschhofer die Veröffentlichung der Leitlinien zur Stammzellenforschung durch die EU-Kommission. *****

"Es gibt in diesem Forschungsbereich europaweit unterschiedliche rechtliche Regelungen und ethische Vorstellungen und trotzdem soll mit EU-Geldern gefördert werden, was in einzelnen Ländern gesetzlich explizit untersagt ist", kritisiert Raschhofer das umstrittene Kommissionsvorhaben.

"Das 6. Forschungsrahmenprogramm hat letztes Jahr den Weg für EU-Fördermaßnahmen an embryonalen Stammzellen geebnet. Mit der Verabschiedung der Leitlinien stehen wir nun vor jener Situation, vor der ich bereits damals gewarnt habe: EU-Förderungen für die embryonale Stammzellenforschung aus einem Topf, in den alle Mitgliedsländer, auch jene, die die Embryonenforschung nicht erlauben, einzahlen. Es bleibt nun zu hoffen, dass der Kommissionsvorschlag auf Ministerebene abgemildert und verbessert werden kann", so Raschhofer abschließend. (Schluß)

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