Grünewald kritisiert Rektorsbestellung an Medizin-Uni Innsbruck

Politische Strategie der Entmachtung des Gründungskonvents

Wien (OTS) "Wohl erstmals in Österreich hat sich ein Universitätsrat über das eindeutige Votum eines Gründungskonventes hinweggesetzt und entgegen dem mehrheitlichen Willen einer Fakultät, der Professoren, des sogenannten Mittelbaus und der Studierenden einen Rektor für die neue medizinische Universität Innsbruck bestellt", kritisierte heute der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die Wahl von Professor Nitsch zum Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck. Durch diese von Ministerin Gehrer verschuldete Vorgangsweise werde das Vertrauen und das Klima zwischen allen Akteuren in einer kritischen Phase der Umsetzung des neuen Universitätsgesetzes und der Verselbstständigung der Medizin als eigene Universität nachhaltig beschädigt. Zudem stelle sich die Frage, ob die Entscheidung Gehrers, sich der Verantwortung für diese Rektorswahl zu entziehen, nicht rechtswidrig sei.

"Die Erfahrung und Kenntnis der österreichischen Situation sowie das Vertrauen der Betroffenen in den jetzigen Dekan wurde schlicht ignoriert und selbst eine Übergangslösung abgelehnt. Die Bestellung von Universitätsrätinnen und die Entmachtung früher entscheidungsbefugter universitärer Gremien wird nun als politische Strategie offensichtlich. Dialog und Teamgeist verlieren an Gewicht und das lässt nichts Gutes hoffen", so Grünewald.

Die prekäre finanzielle Situation der Unis werde ihr Übriges tun, um die Universitäten in eine immer schwieriger werdende Situation zu bringen. "Ein Runder Tisch zur Lage der Universitäten wurde von der Bundesregierung abgelehnt und die Regierung übt sich allen Klagen der Betroffenen zum Trotz weiter in Selbstbeweihräucherung. Bundesministerin Gehrer wäre gut beraten, ihre Isolation aufzugeben und endlich in konstruktive Gespräche einzutreten", schloss Grünewald.

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