Marizzi über Post-Verkauf: Verkaufspreis ist ein Scherz

Wien (SK) "Der Verkaufspreis der Post ist ein Scherz - Herr Bundesminister, stellen sie einen solchen Unfug ab", appellierte SPÖ-Abgeordneter Peter Marizzi am Donnerstag im Nationalrat an den Infrastrukturminister Gorbach. Marizzi gab zu bedenken, dass der in Rede stehende Verkaufspreis allein von den Werten der Grundstücke im Eigentum der Post egalisiert werde. Darüber hinaus lehnen 82 Prozent der ÖsterreicherInnen den Verkauf der österreichischen Post-AG ab, da sie der Meinung sind, dass dieses Unternehmen "Heimat bleiben soll", unterstrich Marizzi. Notwendige Strukturänderungen würden natürlich von den SozialdemokratInnen unterstützt - für eine tatsächliche Liberalisierung wären Übergangslösungen bis 2009 jedoch "sinnvoll und vernünftig". ****

Die Bundesregierung habe einen "unlauteren Wettbewerb" im Bereich der Zustelldienste zu verantworten, wenn sie an ihren Plänen festhält - "das verstehe ich nicht unter Liberalisierung", machte Marizzi deutlich. Schließlich werden sich Mitbewerber auf die Ballungszentren konzentrieren, da hier wesentlich höhere Erträge als im ländlichen Raum, den die Post-AG auch weiterhin zu betreuen hat, zu erwarten seien. Darüber hinaus prognostizierte Marizzi, dass die Konkurrenten der österreichischen Post "Billigstpersonal einsetzen und die Schwarzarbeit blühen wird". Der SPÖ-Abgeordnete abschließend:
"Damit ist der Universaldienst der Post massiv gefährdet." (Schluss) dp/vs

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