Arbeitsmarkt Oberösterreich koppelt sich vom Bundestrend ab

Linz (OTS) - Mit der bundesweit niedrigsten Arbeitslosenquote
steht Oberösterreich zur Jahresmitte 2003 in Österreich und in Europa vergleichsweise gut da. Ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum, die rasche Vermittlung der Arbeitsuchenden und der effektive Einsatz von Fördermitteln durch AMS OÖ und Land OÖ sind ausschlaggebend für den positiven regionalen Trend.

Sinkende Arbeitslosenzahlen

Seit März geht die Zahl der Arbeitslosen in Oberösterreich leicht zurück. Ende Juni 2003 waren mit 19.938 registrierten Arbeitslosen 1.205 Personen weniger arbeitslos als vor einem Jahr (-5,7 %). Österreichweit hingegen waren 9.231 Personen mehr arbeitslos als im Juni 2002 (+4,8 %). Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 % liegt Oberösterreich um 2,4 Prozentpunkte unter dem österreichischen Schnitt.

Starke Förderaktivitäten

Ende Juni befanden sich 7.791 Personen in beschäftigungsorientierten Schulungen (+1.046 gegenüber Juni 2002). Zählt man die aktuell registrierten Arbeitslosen und die Personen in Schulungen zusammen, so ergibt sich in Oberösterreich auch im Jahresvergleich ein Bestandsminus gegenüber dem Vorjahr (-159). Hauptgründe für die positive Entwicklung sind neben einer relativ stabilen Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskräften der effektive Einsatz von Fördermitteln durch AMS OÖ und Land OÖ sowie die rasche Vermittlung der Arbeitsuchenden. Im Juni 2003 haben die Geschäftsstellen des AMS OÖ 4.650 Stellen akquiriert, das waren um 721 oder um 18,4 % mehr als im Juni des Vorjahrs. Zugleich hat das AMS OÖ entgegen dem Bundestrend die Vormerkdauer gesenkt.

AMS OÖ und Land OÖ planen für heuer Ausgaben von Euro 123 Mio. im Rahmen des gemeinsamen Beschäftigungs- und Qualifizierungspaktes für Oberösterreich. Diese Mittel kommen 57.000 Personen zugute. Unter anderem startet im Herbst ein Jugendprogramm, um auch erfolglos Lehrstellensuchenden eine berufliche Zukunft zu bieten.

"2004 werden wir vermutlich mit einem deutlich geringeren Förderbudget das Auslangen finden müssen, obwohl die Arbeitslosenversicherung in Oberösterreich seit Jahren positiv bilanziert", berichtet Landesgeschäftsführer Roman Obrovski. "Die Ausgaben für das Altersteilzeitgeld werden schon 2004 höher sein als das gesamte Förderbudget. Wir hoffen, dass wir mit Hilfe des Landes Oberösterreich unseren Level bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht dramatisch absenken müssen."

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