ÖH: Bildungsförderung schaut anders aus!

Das gestern beschlossene Studienförderungsgesetz bringt kaum relevante Verbesserungen für Studierende.

Wien (OTS) - Den massiven Protesten der Österreichischen HochschülerInnenschaft ist es zu verdanken, dass der Novelle zum Studienförderungsgesetz, welche gestern im Parlament beschlossen wurde, die schärfsten Zähne bereits im Vorfeld gezogen werden konnten. "Obwohl die ÖH erstmals in der Geschichte der Studienförderung nicht in die Ausarbeitung einer Novelle des Studienförderungsgesetzes miteinbezogen war, ist es uns gelungen, das Schlimmste zu verhindern", zeigt sich Nina Abrahamczik, Teil des Vorsitz-Teams der ÖH Uni Wien, erleichtert. Unter anderem konnten Verschärfungen beim Leistungsnachweis - ECTS-Punkte statt Semesterwochenstunden als Kriterium - verhindert werden.

Auch wenn das Schlimmste verhindert werden konnte, eine wie von ÖVP-Wissenschaftssprecherin Brinek angekündigte Verbesserung der Bildungsförderung kann Saskia Schindler (Vorsitz-Team der ÖH Uni Wien) nicht erkennen. "Es ist geradezu lächerlich, die Erhöhung des Kinderzuschlages für Studierende mit Kind um 16 Euro im Monat als große Verbesserung zu verkaufen", ärgert sich Schindler. "Tatsächlich können studierende Eltern mit dem Kinderzuschlag nicht einmal die Kinderbetreuungskosten finanzieren."

Auch für Maria Lettner, ebenfalls im Vorsitz-Team, steht fest:
"Wenn in der Einleitung zur Novelle des Studienförderungsgesetzes steht, das Bildungsministerium habe sich den Sozialbericht 2002 zu Herzen genommen, dann ist das schlicht eine Lüge." Abschließend fügt sie hinzu: "Würde sich die Ministerin ernsthafte Sorgen um die soziale Lage der Studierenden machen, wäre der erste Schritt die Rücknahme der Studiengebühren. Schließlich ist durch die kürzlich veröffentlichte Kolland-S11tudie hinreichend bewiesen, dass diese eine sozial selektive Barriere darstellen."

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