Strasser: Polizeikooperation mit Herkunfts- und Transitländern von Kriminalität forcieren

Innenminister besucht vom 10. bis 13. Juli 2003 Kaukasusrepubliken und Libanon

Wien (OTS) - "Neben der Kooperation mit unseren Nachbarn und den EU-Staaten müssen wir gezielt mit Ländern und Regionen kooperieren, die Herkunfts- oder Transitländer von Problemen für unsere Sicherheit sind", sagte Innenminister Dr. Ernst Strasser vor seiner heutigen Abreise in den Libanon und in die Kaukasusstaaten Armenien, Georgien und Aserbaidschan.

Im Libanon wird ein Regierungsabkommen über polizeiliche Zusammenarbeit unterzeichnet und die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus besprochen. In den Arbeitsgesprächen mit den Innenministern und Präsidenten der Kaukasusrepubliken stehen vor allem die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität, der Schlepperei und der illegalen Migration auf der Tagesordnung.

Mehr als 90 Prozent des Heroins, das in Europa konsumiert wird, stammt aus Afghanistan. Neben der Unterstützung von afghanischen Bauern beim Aufbau von Alternativproduktionen, ist auch der Aufbau eines Sicherheitsgürtels um Afghanistan, wie das die UNO beschlossen hat, entscheidend: Die Drogen aus Afghanistan werden auf zwei Routen nach Europa transportiert, auf der Seidenroute und über die Balkanroute. Ein bedeutender Zweig dieser Routen führt über die südkaukasischen Republiken Armenien, Aserbaidschan und Georgien.

Daher soll bei der vom 10. bis 13. Juli 2003 stattfindenden Reise eine verstärkte Zusammenarbeit mit diesen Ländern beschlossen werden. "Wenn wir dazu beitragen, dass die polizeilichen Organisationen in diesen Ländern erfolgreich sind, wirkt sich das direkt positiv auf unsere Sicherheit aus", so Innenminister Strasser zum Ziel der Arbeitsbesuche.

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