Österreichs Wirtschaftstrainer positionieren sich für neue Herausforderungen

Größter Human Resources-Kongress in Österreich - Einführung neuer Berufsbezeichnungen als Qualitätsmerkmal für potenzielle Kunden geplant

Wien (PWK467) - Die österreichischen Wirtschaftstrainer versammelten sich in Salzburg zu ihrem 10. Kongress am 4. Juli 2003, dem größtem Event für Human Resource Management in Österreich, der unter dem Leitthema "Employability" stand. Mehr als 100 Experten diskutierten die aktuelle Situation in der immer mehr Mobilität, Flexibilität und dementsprechende Qualifizierung von Mitarbeitern der Wirtschaftsunternehmen gefordert ist und in der traditionelle langfristige Bindungen und Beschäftigungsverhältnisse rapide abnehmen.

Qualität der Weiterbildung ("lebenslanges Lernen") ist für die österreichische Wirtschaft eine Herausforderung, der sich die im Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (kurz UBIT) in der WKÖ organisierte Berufsgruppe der Wirtschaftstrainer in Zukunft vermehrt stellen will.

Berufsgruppenobmann Niki Harramach konstatiert, dass der klassische Trainingsmarkt weltweit einbricht, die Chancen aber im "Human Resource Management neu" - welches anderen Anforderungen genügen muss, andere Geschäftsfelder aufsuchen muss und ein anderes Rollenverständnis für Unternehmer, Manager und Personalentwickler sowie bei den Bildungsanbietern entwickeln muss - liegen.

Für den Fachverband UBIT kündigt Obmann Friedrich Bock die Einführung des "Akkreditierten Wirtschaftstrainers" als Qualitätsmerkmal für den Markt und des "Akademischen Unternehmensberaters" als neue, nach entsprechender Qualifikation zu erwerbende Berufsbezeichnungen an.

Die österreichischen Wirtschaftstrainer appellieren 1.) an die Unternehmen, im eigenen Interesse die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter qualitativ und quantitativ zu verbessern, 2.) an die Mitarbeiter selbst, ihre Eigenverantwortung für ihre Beschäftigungsfähigkeit zu übernehmen, 3.) an die Bildungsanbieter, den neuen Anforderungen - insbesondere nach Nachweis wertschöpfender und nachhaltiger Bildungsergebnisse Rechnung zu tragen sowie an die Wirtschaftspolitiker, dem lebensbegleitenden berufsbezogenen Lernen neben der Schulbildung mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung zu widmen.

Für alle Belange wurden konkrete Vorschläge und Aktionspläne entwickelt, z.B. die Implementierung von Evaluationsverfahren bei innerbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahmen, die Einrichtung einer Bildungskennzahlendatenbank durch die Berufsgruppe der österreichischen Wirtschaftstrainer sowie die Förderung von Bildungsclustern durch die öffentliche Hand. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Berufsgruppenobmann der Wirtschaftstrainer
Dr. Niki Harramach
Tel.: (++43-1) 514540
email: office@harramach.com

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