GLASER ZU WASSERRECHT: FLÄCHENHAFTE MASSNAHMENPLÄNE LÖSEN PUNKTUELLES VORGEHEN AB

Hauptproblem im Burgenland ist nicht Wasserqualität, sondern Wassermenge

Wien, 9. Juli 2003 (ÖVP-PK) Die neuen, gesamthaft angelegten Rahmenbedingungen für die heimische Wasserwirtschaft strich ÖVP-Abg. Franz Glaser gestern, Dienstag Abend, bei der Nationalratsdebatte über das neue Wasserrechtsgesetz heraus. "Bis jetzt dominieren Einzelmaßnahmen und Einzelaspekte. Künftig wird es immer um die Frage gehen, wie sich Maßnahmen flächenhaft auf das gesamte Einzugsgebiet eines Flusses oder Sees auswirken." ****

Für das Burgenland erwartet Glaser, dass sich die neuen gesetzlichen Vorgaben vor allem auf das Problem der oft zu geringen bereit stehenden Wassermengen positiv auswirken wird. "Um die Wasserqualität habe ich weniger Sorge. Sie ist insgesamt relativ gut, weil wir eine hohe Anschlussrate in der Abwasserentsorgung erreicht haben und Einträge aus der Landwirtschaft zurückgehen. Aber in vielen Teilen Österreichs geht es um die Menge des Wassers. Die geringen Niederschläge wirken sich negativ auf den Grundwasserkörper aus, Bewässerungen werden damit immer schwieriger."

Vorsichtig äußerte sich Glaser zu den Plänen, Wasser aus der Raab in den Neusiedler See oder den Plattensee umzuleiten. "Diese Pläne sind schon relativ weit gediehen. In beiden Seen sinken die Wasserspiegel der Seen, und man bangt um den Tourismus." Eine Beurteilung dieser Vorhaben muss daher nach den Auswirkungen auf das gesamte Flusseinzugsgebiet vorgenommen werden und ist im Falle des Neusiedler Sees sich weniger problematisch, da er zum Einzugsgebiet von Raab-Rabnitz gehört.

LADENÖFFNUNG: BURGENLAND SOLLTE NEUEN RAHMEN FLEXIBEL NUTZEN

Die neuen Bestimmungen über die Öffnungszeiten der Geschäfte seien bewusst sehr flexibel und sollten auch entsprechend flexibel angewandt werden, sagte Glaser. "Unser Nachbarland Ungarn kennt beim Ladenschluss kaum Einschränkungen. Das Burgenland hat mit dem neuen Gesetz nun einen guten Rahmen, um auf diese Situation entsprechend zu reagieren. Dieser Rahmen sollte auch genutzt werden".
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