ARBÖ: "Rexi" und "Minki" dürfen auch Urlaub machen

Wien (OTS) - Haustiere und Urlaub lassen sich durchaus vereinigen, wenn man einige Dinge beachtet. Wer sich dafür interessiert eine "arme" Mietzekatze aus Griechenland nach Österreich mitzunehmen oder wer wissen möchte, ob man Rexi nach England mitnehmen darf, für den hat ARBÖ die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

"Wer sein Haustier innerhalb des EU-Raums mitnehmen möchte, braucht für das Tier einen internationalen Impfpass. Die Tollwutimpfung darf nicht länger als zwölf Monate und nicht kürzer als 30 Tage zurückliegen. Ausnahme ist hier beispielsweise Griechenland, hier darf die Impfung nicht kürzer als 15 Tage zurückliegen", so Gerald Hufnagel vom ARBÖ. Zusätzlich wird noch ein tierärztliches Zeugnis, welches in der Regel nicht älter als zehn bis 14 Tage (in Frankreich sechs Wochen) verlangt.

Ausnahmen und nationale Besonderheiten:

Österreich:
Österreich verlangt neben dem Impfpass ein deutschsprachiges tierärztliches Zeugnis oder eine beglaubigte deutsche Übersetzung des Zeugnisses. Bei Tieren unter zwölf Monaten entfällt diese Voraussetzung.

Schweiz:
wie EU-Raum

Großbritannien:
Seit 28. Februar 2000 verzichtet Großbritannien bei Hunden und Katzen auf die Quarantäne, wenn die Tierchen aus dem EU-Raum stammen. Es sind jedoch die Bestimmungen des sogenannten "Pet-Travel-Scheme" einzuhalten. Dies bedeutet die Kennzeichnung des Tieres mittels eingepflanztem Mikrochip zum Nachweis der Impfung gegen Tollwut. Die Wirksamkeit der Impfung muss durch einen Bluttest auf Bildung von Tollwut-Antikörper nachgewiesen werden. Weiters, so der ARBÖ weiter, muss ein offizielles Gesundheitszeugnis vorgelegt werden sowie vor der Einreise müssen die Tiere gegen Bandwürmer und Zecken behandelt worden sein. Bei erfolgreicher Tollwutimpfung, darf das Tier frühestens sechs Monate ab dem Datum der Blutentnahme für den Bluttest nach Großbritannien einreisen. Die Einfuhr von Hunden der Rassen Pit-Bullterrier, Japanese Tosa, Dogo Argentino und Fila Brasileiro ist verboten.

Irland:
Kommen Hunde und Katzen aus dem EU-Land und reisen sie über Großbritannien ein, so gibt es keine Quarantänebestimmungen, ansonsten gilt eine sechs Monats-Quarantäne.

Malta:
Mit seiner Quarantänezeit von einem Monat, zahlt es sich nicht aus, Heimtiere nach Malta mitzunehmen.

Norwegen, Schweden:
Erfordernisse bei Einfuhr aus einem EU-Land:
Identitätskennzeichnung des Tieres (Tätowierung, Mikrochip), Tollwutimpfung mit anschließendem Bluttest (frühestens 120 Tage nach der Impfung) durch ein autorisiertes Labor, Impfung gegen Leptospirose und Staupe (nur Hunde), tierärztliche Bescheinigung über die erfolgreich durchgeführten Maßnahmen, tierärztliches Gesundheitszeugnis mit Bestätigung über eine Behandlung gegen Bandwürmer (zehn Tage gültig).
Sämtliche Bescheinigungen sind unter Verwendung der Originalformulare zu erstellen. Wenn die Reise zuerst über Schweden führt, sind die Einfuhrbestimmungen für Schweden zu erfüllen (Einfuhrgenehmigung vom Schwedischen Zentralamt für Landwirtschaft erforderlich). Von Schweden nach Norwegen (und umgekehrt) können Hunde und Katzen ungehindert ohne weitere Formalitäten mitgenommen werden, so der ARBÖ.

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