Kärnten sagt "rollenden Bomben" den Kampf an

Multifunktionskontrollplatz Haimburg auf A2 Südautobahn in Betrieb genommen - Verkehrssicherheit soll entscheidend erhöht werden

Klagenfurt (LPD) - Der Multifunktionskontrollplatz Haimburg auf
der A2 Südautobahn wurde heute, Montag, feierlich in Betrieb genommen. Lastkraftwagen und ihre Lenker können hier nunmehr mit modernsten Geräten auf ihre Fahrtauglichkeit hin überprüft werden. Weiters ist der Kontrollplatz für das Durchführen von Alarmfahndungen sowie das Aufspüren von Schleppern und illegalen Einwanderern vorgesehen. Von den zahlreich anwesenden Vertretern aus Politik, Exekutive sowie der Autobahnen- und Schnellstraßenfinanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) wurde die Anlage als wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit hervorgehoben.

Landeshauptmann Jörg Haider betonte die stets gute Zusammenarbeit zwischen der Exekutive und den Stellen des Landes. In Fragen der Sicherheit und des Verkehrswesens gebe es große Aufgaben gemeinsam zu lösen, so Haider. Besonders die Zollwache hob er als gut ausgebildeten und wichtigen Wach- und Kontrollkörper hervor. In diesem Zusammenhang übte er vehemente Kritik an Plänen des Bundes, die Zollwache aufzulösen. Es wäre nicht im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung, die 2000 Zöllner als Zivilbeamte auf das Finanz- und das Innenministerium aufzuteilen.

"Erhöhter Verkehr braucht bessere Kontrollen", sagte Verkehrs-und Straßenbaureferent LR Gerhard Dörfler und unterstrich damit die Wichtigkeit der Anlage Haimburg als "modernsten Kontrollplatz Österreichs". Durch die Kooperation und den "Teamgeist" von Land, Exekutive sowie den Automobilclubs ARBÖ und ÖAMTC wäre es gelungen, die Zahl der Verkehrstoten im heurigen Jahr entscheidend zu senken. Durch die neue Kontrollanlage mache Kärnten in diesem Zusammenhang einen weiteren "Quantensprung", meinte Dörfler.

Das "ungeheure Gefahrenpotential" durch "rollende Bomben auf Österreichs Straßen" strich der für das KFZ-Wesen zuständige Referent LR Reinhart Rohr hervor. Vor allem auf der A2 habe man daher die Kontrolldichte erhöht und setze auch verstärkt die mobile Prüfanlage des Landes Kärnten ein, so Rohr. Im Vorjahr hätten die Landesprüfer rund 140 Fahrzeuge kontrolliert und bei 76 schwere technische Mängel festgestellt. 26 Fahrzeuge seien wegen gefährdenden Mängeln sogar aus dem Verkehr gezogen worden. Wichtig sei dem Landesrat auch die umfassende Information der Bevölkerung zu Verkehrssicherheitsthemen.

Bei Haimburg sollen Lastkraftwagen u.a. auf ihren technischen Zustand, Manipulation von Kontrollgeräten, Beladung, ÖKO-Punkte, Sicherheitseinrichtungen, Vignette und Maut kontrolliert werden. Bei den Kraftfahrern werden u.a. Lenk- und Ruhezeiten, das Abstandverhalten, gefahrene Geschwindigkeiten sowie Alkohol- oder Suchtgiftmissbrauch überprüft. Bundesgendarmerie, Zollwache, Mautorgane, Techniker des Landes- sowie des Bundesprüfzuges können diese Kontrollen zu jeder Witterung und Jahreszeit durchführen. Außerdem ist durch die moderne Anlage für eine gesicherte Ausleitung, ein regulierbares Stauverhalten, die beeinträchtigungsfreie Weiterfahrt der nicht zur Kontrolle vorgesehenen Fahrzeuge, eine rasche Abwicklung der Kontrolle sowie für verbesserte Arbeitsbedingungen der Kontrollorgane gesorgt.

(S E R V I C E: Informationen zum KFZ-Wesen sowie Verkehrssicherheitsfragen bei der Abteilung 15 - Umweltschutz und Technik unter: www.umwelt.ktn.gv.at)
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