Haubner: Scheidungsrate erstmals seit 1986 rückläufig

Präsentation der Studie "Ursachen und Folgen von Scheidung/Trennung für Kinder, Frauen und Männer"

Im Jahr 2002 kam es laut Statistik Austria gegenüber dem Vorjahr zu 4,8 % weniger Scheidungen. "Erstmals seit 1986 ist damit ein Trendumkehr zu beobachten. Gleichzeitig stieg die Zahl er Eheschließungen um 6,9 %", freut sich Staatssekretärin Ursula Haubner über die positive familienpolitische Entwicklung anlässlich der Präsentation der Studie "Ursachen und Folgen von Scheidung/Trennung für Kinder, Frauen und Männer".

Mehrere Schlüsse ergeben sich für Staatssekretärin Haubner aus der Studie: "Die Prävention und Information hat im Vordergrund zu stehen. Angehende Ehepartner sind über die unterschiedlichen Möglichkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren und über die mit der Eheschließung verbundenen rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen in Kenntnis zu setzen".

Im Krisenfall stehen flächendeckend 300 Familienberatungsstellen zur Verfügung, welche in Zentren mit umfassender Familienkompetenz weiterentwickelt werden. "Für Betroffene wichtig ist auch das vom BMSG geförderte Mediationsangebot.
Kommt es doch zur Trennung/Scheidung wollen wir verstärkt den Kindern als den Hauptleidtragenden helfen", erklärte die Staatssekretärin.

Ausbildung und Erwerbsarbeit sind Chancen für Frauen, etwaige Krisen leichter und besser zu bewältigen. "Für mich ist neben der wirtschaftlichen Absicherung der Frauen das Kindeswohl das Hauptkriterium bei der Trennung", so Haubner. Der Ausbau der Besuchsbegleitung und die sogenannten "Besuchscafes" sind wichtige Instrumente, um den Kontakt der Kinder mit den Vätern zu erhalten und zu stabilisieren. "Wie die steigende Akzeptanz der "gemeinsamen Obsorge" zeigt, sind auch die Mütter und Väter gleichermaßen daran interessiert", betonte die Staatssekretärin. (Schluss) bxf

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