Wissen als Wettbewerbsfaktor der Zukunft?

Graz (OTS) - 300 Teilnehmer aus 15 Nationen trafen sich von 2. -
4. Juli 2003 in Graz bei der Wissensmanagement-Konferenz I-KNOW 03. In mehr als 80 Vorträgen mit über 30 beteiligten Unternehmen wurden Antworten auf diese Frage diskutiert.

In der Zeit von 2. - 4. Juli fand in der Stadthalle Graz mit der I-KNOW die größte Konferenz im deutschsprachigen Raum zum Thema Wissensmanagement statt. 300 Teilnehmer aus aller Welt gingen über drei Tage der Frage nach, ob Wissen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor der Zukunft ist und wenn ja, wie Wissen in Unternehmen gemanagt werden kann. Neben den Vorträgen haben zahlreiche Firmen, wie etwa APA-DeFacto, Hyperwave, Telekom und Gosch Consulting, ihre Wissensmanagementprodukte und -dienstleistungen ausgestellt. Organisator der I-KNOW ist das Know-Center, Österreichs Kompetenzzentrum für Wissensmanagement.

"Wenn man Wissen in Unternehmen managen will, geht es nicht nur darum, das Wissen an sich, etwa in Form von Verfahrensanleitungen transparent zu machen. Ein Unternehmen kann schon viel Kosten sparen, wenn offen gelegt wird, welcher Mitarbeiter welches Wissen überhaupt hat", meint Klaus Tochtermann, Geschäftsführer des Know-Center Graz. Diese Aussage wird gestützt von Studien, die Professor North aus Wiesbaden durchgeführt hat. "Unsere Untersuchungen bei mehr als 40 mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben gezeigt, dass mehr Transparenz über vorhandenes Wissen zu einer schnelleren Abwicklung von Aufgaben, zu einer geringeren Fehleranfälligkeit und zu einer Verringerung an Doppelarbeiten führt" argumentiert Prof. North für Wissensmanagement.

Wo setzt Wissensmanagement in Unternehmen an? "Eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre ist, dass das Management von Wissen in Unternehmen auf den Ebenen Unternehmenskultur, Geschäftsprozesse und Informationstechnologien angesiedelt ist", so Peter Schütt, Direktor Wissensmanagement in Zentraleuropa, von IBM. Es geht also darum, Unternehmenskulturen zu schaffen, in denen die Mitarbeiter bereit sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Die technologische Unterstützung muss sich daher immer ganz klar an den Wünschen und Bedürfnissen der Unternehmensmitarbeiter richten. "Hinsichtlich der Bedeutung der IT für das Management von Wissen hat sich in den letzten Jahren ein großer Wandel vollzogen" meint Tochtermann. Gerade die Erfahrungsvorträge aus den Unternehmen haben bei der I-KNOW gezeigt, dass Wissensmanagement vor 3-5 im Wesentlichen mit der Installation eines IT-Systems verbunden war. Demgegenüber machen sich Unternehmen heute verstärkt Gedanken darüber, wie Mitarbeiter motiviert werden können, um aktiv am Wissensaustausch teilzunehmen.

Und die IT-Systeme müssen in Zukunft viel mehr auf ihre Benutzer ausgerichtet werden. So sind zahlreiche Systeme nicht wirklich benutzungsfreundlich, weshalb Benutzern bis zu 52% ihrer Arbeitszeit verloren geht - eine teure Angelegenheit für Unternehmen. Ben Shneiderman von der University of Maryland (USA), der weltweit führende Wissenschaftler, der sich mit der Schnittsstelle zwischen Computer und Mensch beschäftigt, bringt die Situation wie folgt auf den Punkt: "Die Informatik hat sich bislang damit beschäftigt, was Computer können. In Zukunft wird sich die Informatik damit beschäftigen müssen, was die Menschen mit dem Computer tun können".

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Know-Center
Dr. Klaus Tochtermann
Inffeldgasse 16c, 8010 Graz
ktochter@know-center.at
http://www.know-center.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0011