Karas: 6 Forderungen zur Eigenkapital-Richtlinie Basel II

Berichtsentwurf wird heute im EP debattiert und morgen abgestimmt

Brüssel, 7. Juli 2003 (ÖVP-PK) Anlässlich der heutigen Debatte im Wirtschafts- und Währungsausschuss über 'Basel II' betonte der Wirtschaftssprecher der EVP-ED Fraktion, Mag. Othmar Karas die sechs entscheidenden noch offenen Forderungen an den Baseler Ausschuss. Er selbst habe vier Änderungsanträge eingereicht, die die Berücksichtigung der Unternehmensgründung unterstreichen und eine weitere Reduzierung der Risikogewichte für KMU über der 'retail loan-Schwelle' fordern. ****

Folgende Forderungen stehen nach Karas noch aus:
* Anpassung aller nummerischer Grenzen im Zusammenhang mit der

Finanzierung von KMU an die Inflationsgrenze und Änderungen der Finanzierungspraxis

  • Stärkere Berücksichtigung der Unternehmensgründungen
  • Berücksichtigung von dinglichen Sicherheiten auch im internen

Ratingansatz sowie eine geringere Risikogewichtung von Pfandbriefen * Endgültige Streichung des Granularitätskriteriums ("Das Parlament muss tunlichst aufpassen, dass dies keine leere Versprechung der Kommission wird", so Karas.)

  • Berücksichtigung der Ergebnisse der KMU-Studie im Kommissionsvorschlag
  • Beobachtung der Kosten- und Verwaltungsaufwandentwicklung durch Basel II für - vor allem kleinere - Banken

Am 1. Juli hat die Kommission das dritte Konsultationspapier zu Basel II und eine Analyse der EU-Ergebnisse der dritten quantitativen Auswirkungsstudie veröffentlicht. Der Konsultationszeitraum erstreckt sich bis zum 22. Oktober 2003. Die Ergebnisse der Auswirkungsstudie werden von Karas positiv gewertet: "Sie zeigen, dass für viele kleinere Banken die Kapitalkosten den neuen Vorschriften zufolge niedriger liegen werden. Das bestätigt, dass wir mit Basel II am richtigen Weg sind."

"Trotz der guten Aussichten dürfen die noch offenen Punkte nicht unter den Tisch gekehrt werden. Ein klares Signal des EU-Parlaments ist in jedem Fall notwendig", so Karas abschließend.

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MEP Mag. Othmar Karas, Tel.: 0032-2-284-5627
(okaras@europarl.eu.int)

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