AUSZEICHNUNGEN FÜR VERDIENTE MANDATARE Acht ehemalige Abgeordnete erhalten Ehrenzeichen

Wien (PK) - Nationalratspräsident Andreas Khol überreicht heute Abend acht ehemaligen Abgeordneten zum Nationalrat Ehrenzeichen,
die ihnen vom Bundespräsidenten für ihre Verdienste um die Republik Österreich verliehen wurden. So erhalten Emmerich Schwemlein (S), Reinhard Firlinger, Martin Graf und Michael
Krüger (sämtlich F), Ernst Fink und Franz Kampichler (beide V)
das Große Goldene Ehrenzeichen, Kurt Heindl (S) erhält das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern und Robert Wenitsch (F) das Große Silberne Ehrenzeichen.

Emmerich Schwemlein wurde 1950 in Ungarn geboren und übersiedelte in Kindesjahren nach Zell am See, wo er Volks-, Haupt- und Handelsschule besuchte. Nach Absolvierung der Abendmatura und diversen Pädagogischen Akademien war Schwemlein ab 1973 Berufschullehrer und hatte führende Funktionen in der Salzburger SPÖ inne. Dem Nationalrat gehörte Schwemlein von April 1992 bis Dezember 2002 an.

Reinhard Firlinger wurde 1954 in Linz geboren, wo er 1973 auch
seine Matura ablegte. Er studierte Handelswissenschaften und
erwarb 1980 den Magistergrad. Bis 1988 war er bei Steyr-Daimler-Puch tätig, ehe er bis 1996 Geschäftsführer eines Unternehmens war. Seitdem fungiert er als selbständiger Unternehmensberater. 1993 schloss sich Firlinger dem neu gegründeten Liberalen Forum
an, für welches er im November 1994 in den Nationalrat einzog. Im Oktober 1996 wechselte Firlinger die Fraktion und saß in der
Folge bis Dezember 2002 für die FPÖ im Nationalrat. Firlinger gehört überdies seit 1996 dem Landesparteivorstand der FPÖ Niederösterreich an.

Aus Wien stammt Martin Graf, der 1960 geboren wurde. Nach der
Matura studierte er Rechtswissenschaften und promovierte 1994 zum Doktor iuris. Seine politische Karriere begann Graf 1991 als Bezirksvorsteher-Stellvertreter in der Donaustadt, im November
1994 wechselte er in den Nationalrat, wo er 1999 bis 2002 Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses war. Im Dezember 2002 schied er aus dem Parlament aus.

Michael Krüger wurde 1955 in Linz geboren, wo er nach der Matura auch Jus studierte. 1980 promovierte er zum Doktor iuris, seit
1985 ist er selbständiger Rechtsanwalt in Linz. Seit November
1994 Mitglied des Nationalrates, war er lange Zeit Kultursprecher der FPÖ und 1999/2000 auch kurze Zeit Vorsitzender des Kulturausschusses. Im Februar 2000 avancierte Krüger zum Justizminister, doch legte er diese Funktion bereits nach 25
Tagen wieder zurück. Er blieb sodann bis Dezember 2002 Abgeordneter.

Ernst Fink wurde 1942 in Riegersburg geboren. Nach der Matura
1965 wurde Fink Finanzbeamter in Feldbach, wo er auch 1980 bis
1985 als Gemeinderat wirkte. Im Oktober 1986 zog Fink in den Nationalrat ein, dem er bis Dezember 2002 angehörte.

Franz Kampichler ist gebürtiger Wiener, wo er 1947 das Licht der Welt erblickte. Nach der Berufschule trat er in den familiären Betrieb ein, seit 1980 war Kampichler Gemeinderat in Edlitz, wo
er 1993 auch Bürgermeister werden sollte. Kampichler gehörte dem Bundesrat von 1985 bis 1993 und dem Nationalrat von 1993 bis 2002
an und war Bundesobmann sowie Niederösterreichischer Landesobmann des Familienbundes.

Kurt Heindl wurde 1936 in Wiener Neustadt geboren. 1955, nach Absolvierung des Gänserndorfer Realgymnasiums, trat er in den Dienst der ÖBB ein, nebenher studierte Heindl Jus und promovierte 1965 zum Doktor iuris. Zu diesem Zeitpunkt wirkte Heindl bereits
als Beamter des Außenministeriums, war er doch 1961 bis 1968 stellvertretender Kulturattachée an der Österreichischen
Botschaft in Paris. 1968 wurde er Pressesprecher von
Bürgermeister Marek, 1970 Büromitglied von Bundesminister Staribacher. Im November 1973 zog er in den Nationalrat ein, dem
er 29 Jahre lang angehören sollte. Daneben war er 15 Jahre lang Vorstandsmitglied der Baufirma Maculan und 1986 bis 2002 Bezirksvorsitzender der SPÖ Landstraße.

Robert Wenitsch wurde zwar 1958 in Wien geboren, jedoch übernahm
er bereits 1977 den elterlichen Bauernhof und ist seitdem selbständiger Landwirt. Seit 1993 Bezirksobmann der FPÖ Gänserndorf, zog er im November 1994 in den Nationalrat ein, dem
er in der Folge bis Dezember 2002 angehörte. (Schluss)

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