Räder weg von Behinderten-Parkplätzen!

Zum partnerschaftlichen Verhalten im Straßenverkehr zählt auch die Rücksichtnahme auf behinderte Menschen. Das KfV appelliert auf Berücksichtigung deren Verkehrsanliegen.

Wien (OTS) - Die Suche nach einem Parkplatz ist oft
nervenaufreibend - vor allem wenn man im Sommer vor den überfüllten Bädern seine Runden kreist. Doch auch für AutofahrerInnen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind wird die Suche nach einem geeigneten Parkplatz oft zum Spießrutenlauf. In vielen Fällen ist für behinderte Menschen Autofahren die einzige Möglichkeit der Mobilität. Das KfV appelliert daher an alle Autofahrer, körperbehinderten Menschen mehr Verständnis entgegenzubringen.

Nichtbehinderte Lenker sollten folgende Punkte beachten:

-) Niemals auf einem Behindertenparkplatz parken!
-) Nicht zu dicht an einem Fahrzeug parken, das auf einem Behindertenparkplatz abgestellt ist. Der Rollstuhlfahrer kann so ungehindert in sein Fahrzeug gelangen.
-) Beim Fahren genügend Seitenabstand zu parkenden Fahrzeugen einhalten. Das Ausladen des Rollstuhls sowie das Hineinsetzen wird für den Körperbehinderten dadurch nicht zu einem gefährlichen Erlebnis.
-) Bieten Sie körperbehinderten Menschen Ihre Hilfe an!

"Nicht nur im Jahr der Behinderten sollte auch im Straßenverkehr mehr Rücksicht auf körperbehinderte Menschen genommen werden. Man sollte bedenken, dass bei vielen Menschen die Körperbehinderung Folge eines Straßenverkehrsunfalls ist - und davor ist kein Straßenverkehrteilnehmer gefeit", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Gratisvignette für Körperbehinderte
Behinderte Menschen mit ordentlichem Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich haben Anspruch auf eine Gratisvignette, die von den Bundessozialämtern ausgegeben wird.
Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:
-) Das Kfz überschreitet das höchstzulässige Gesamtgewicht von bis zu 3,5t nicht.
-) Der Kfz-Lenker verfügt über einen Behindertenpass (Grad der Behinderung entspricht mindestens 50%), der eine von folgenden drei Eintragungen enthält:
-) Dauernde starke Gehbehinderung
-) Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauernder Gesundheitsschädigung
-) Blindheit

Anträge können an das jeweilige Wohnsitz-Bundessozialamt geschickt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (01) 717 70 - 225
pr@kfv.at
http://www.kfv.at

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