FP-Ilgenfritz: Basel II ist noch nicht gegessen

Villach, 2003-07-07, -(fpd)- "Auch wenn die Banken sich bereits auf die neuen Eigenkapitalvorschriften berufen - das letzte Wort ist noch nicht gesprochen", stellt der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag. Wolfgang Ilgenfritz klar. Die Vorschriften des Basler Ausschusses wirken erst mit der Umsetzung in Form einer EU-Richtlinie und an der wird derzeit noch gearbeitet. "Im Vorfeld von Basel II ist noch viel zu tun", erklärt Ilgenfritz. Seiner Einschätzung nach würden 1/3 der Kärntner Tourismusbetriebe Basel II ohne zusätzliche Fördermaßnahmen nicht überleben. Von der drohenden Kreditvergabeverschärfung sind vor allem Klein- und Mittelunternehmen (KMU) besonders betroffen.

"Die Banken reduzieren bereits jetzt ihr KMU-Kreditvolumen (von 2001 auf 2002 nahezu halbiert!), es besteht die Gefahr, dass viele Betriebe überhaupt keinen Kredit mehr bekommen und damit in die Insolvenz getrieben werden", ist der freiheitliche Mandatar besorgt. Klein- und Mittelunternehmen stellen zwei Drittel der privaten Arbeitsplätze (etwa 65 Mio.) in Euro und machen darüber hinaus 99% aller Unternehmen in der EU aus. "Die Banken sollen keine Geheimwissenschaft daraus machen, sondern ihre Ratingkriterien offenlegen, damit die Unternehmer sich optimal auf Kreditanträge vorbereiten können", appelliert Ilgenfritz. Er wird sich auch weiterhin für eine Erhöhung der KMU-Förderungen einsetzen.

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