Neues Volksblatt" Kommentar: "In Gottes Ohr" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 7. Juli 2003

Linz (OTS) - Nationalratspräsident Khol glaubt, dass der Führungskonflikt in der FPÖ ausgeräumt sei. Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll glaubt nicht daran und warnt die Bundes-ÖVP vor einem für ihn nach wie vor unstabilen Koalitionspartner.
Die unterschiedlichen Positionen überraschen nicht. Während Landespolitiker ihr Urteil unbelastet und auch unbefangen abgeben können, muss die Bundespartei alles tun, um die Führungskrise in der FPÖ möglichst herunterzuspielen. Zum einen geht es
darum, die Entscheidung Schüssels für die FPÖ als Koalitionspartner zu verteidigen, zum anderen muss alles getan werden, um die zweite Auflage von Schwarz-Blau am Leben zu erhalten. Während sich die FPÖ vor Neuwahlen nicht zu fürchten braucht, (viel tiefer kann sie nicht mehr fallen), könnte es für Schüssel hingegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Stichwort Pensionsreform) ein böses Erwachen geben.
Die Beteuerungen Khols deshalb in Gottes Ohr. Die ÖVP braucht die FPÖ als stabilen und verlässlichen Partner. Haupt und Scheibner sind ein Garant dafür. Die Unbekannte der Gleichung bleibt J. Haider.

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