Olympiabewerbung: Schasching enttäuscht über IOC-Entscheidung

Wien (SK) "Die Enttäuschung in der österreichischen Sportwelt über die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees ist verständlicherweise groß", sagte die Vorsitzende des parlamentarischen Sportausschusses, SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching. Sie dankte dennoch den Verantwortlichen der Olympiabewerbung für ihr Engagement. ****

"Die Teilnahme Salzburgs hätte für unser Land große Chancen und Möglichkeiten geboten. Nach der negativen Entscheidung müssen wir jetzt hart daran arbeiten, Österreich als Sportstandort international noch interessanter und attraktiver zu machen", so Schasching in einer ersten Reaktion gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Über die Parteigrenzen Österreichs hinweg wurde die Olympiabewerbung Salzburgs unterstützt. Nachdem nun die Wahl nicht auf Salzburg fiel, dürfe die Geschlossenheit der politischen Parteien im Einsatz für den Sport dennoch nicht aufhören. Schasching: "Wir müssen auch auf politischer Ebene die Lehren aus dem Abstimmungsergebnis in Prag ziehen. Daher müssen wir dem organisierten Vereinssport die notwendigen rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen schaffen. Dazu gehört zweifelsohne eine Erhöhung der Sportfördermittel in Österreich."

In diesem Zusammenhang erinnerte Schasching auch in ihrer Eigenschaft als Präsidentin der ASKÖ-Wien daran, dass bisher alle österreichischen MedaillengewinnerInnen aus dem organisierten Vereinssport kamen. "Diese erfolgreiche Struktur der Dach- und Fachverbände im österreichischen Sport darf daher nicht angegriffen und zerstört werden", so Schasching.

Hier nimmt die SPÖ-Sportpolitikerin auch die im Parlament vertretenen Parteien in die Pflicht. Im Nationalratswahlkampf 2002 hat beispielsweise die ÖVP ein "klares Bekenntnis zur österreichischen Sportstruktur" abgegeben. Weiters wurde von der Volkspartei erklärt, "dass bei der Umsetzung der Sportmilliarde (...) die bestehenden Sportstrukturen beratend und gestaltend mitwirken sollen." Ähnlich die FPÖ, die im Nationalratswahlkampf erklärte: "Die Förderung des Breitensports und dessen finanzielle Absicherung ist den Freiheitlichen daher nachgewiesener Maßen ein großes Anliegen."

Eine starke und nachhaltige Förderung des Breitensportes wird vor allem von den Grünen und der SPÖ vertreten. Nachdem in diesem Punkt Einigkeit zwischen allen Regierungsparteien besteht, ruft Schasching alle Parlamentsparteien auf, ihre Wahlkampfversprechen in die Tat umzusetzen und für den Sport in Österreich etwas voranzubringen. "Eine andere Vorgehensweise würden die SportlerInnen und ehrenamtlichen FunktionärInnen nicht verstehen. Man muss auch dazu stehen, was man im Wahlkampf sagt", so Schasching. (Schluss) wf

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