Schierhuber: Eine sinnvolle Etikettierung für hochwertige Lebensmittel

Europaparlament gegen Verbraucherverunsicherung

Straßburg, 2. Juli 2003 (ÖVP-PK) "Es steht außer Frage, dass wir Bauern gesunde und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel produzieren wollen. Es steht auch außer Frage, dass zum Schutz der Konsumenten eine genaue und aussagekräftige Etikettierung der Produkte stattfinden soll. Aber wie immer im Leben kann man auch alles übertreiben", sagte heute die österreichische Bauernvertreterin im Europäischen Parlament Agnes Schierhuber. Das Europaparlament stimmte heute in zweiter Lesung über einen Richtlinienvorschlag zur Angabe von Zusatzstoffen in Lebensmitteln ab. "Ich bin mit dem Ergebnis der Abstimmung sehr zufrieden, weil eine überbordende Etikettierung vermieden werden konnte, die die Verbraucher mehr verunsichert als informiert hätte", so Schierhuber. ****

Die ÖVP-Europaparlamentarierin hob besonders hervor, dass in Zukunft Stoffe nicht angeführt werden müssen, die bei der Nahrungsmittelherstellung verwendet werden und effektiv keine allergene Wirkung haben. "Das selbe gilt, wenn ein allergenes Material durch den Produktionsprozess umgewandelt wurde. Auch dann muss dieser Stoff nicht auf dem Etikett angeführt werden. Damit vermeiden wir vor allem eine ungerechtfertigte Besorgnis der Konsumenten", betonte Schierhuber.

Weiters wird sich die Kennzeichnungspflicht auf Zutaten beschränken, die in einer solchen Menge enthalten sind, von der wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass sie allergische Reaktionen hervorrufen kann. "Nicht zuletzt bin ich als Bäuerin froh über dieses heutige Abstimmungsergebnis, weil auch beim Wein eine vernünftige Etikettierungsregelung gefunden werden konnte. Auch hier müssen Produkte, die zur Klärung des Weins verwendet wurden, nicht etikettiert werden, da sie im filtrierten Endprodukt Wein nicht nachweisbar sind."

"Die Lebensmittelherstellung ist vielfältiger geworden. Vor allem die Fertig- oder Halbfertignahrung hat massiv zugenommen. Damit steigen auch die Gefahren für Lebensmittelallergien und die Verwendung Allergien auslösender Stoffe. Die Konsumenten sind auf dieses Thema mehr sensibilisiert. Die neuen Etikettierungsregeln sind daher sinnvoll, auch und vor allem, da sie nicht für mehr Beunruhigung und Verwirrung sorgen", sagte Schierhuber abschließend.

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