Tourismus ist für WKÖ nichts mehr wert

Wien (OTS) - Es ist kaum zu glauben, dass der Tourismus für die WKÖ unter Präsident Leitl nichts mehr wert ist.

Was ist wohl der wahre Hintergrund für die vollkommen unverständlichen Äußerungen und Ankündigungen im Artikel "Hickhack bei Österreich Werbung" in der 1. Ausgabe des Kurier v. 2. Juli 2003??

Die Österreich Werbung arbeitet in ihrer neuen Struktur dynamisch, ausgezeichnet und tadellos. Die Nächtigungs- und Umsatzziffern der letzten beiden Jahre haben wieder starke Zuwächse gezeigt. Der Tourismus ist der größte Arbeitsplatz-Schaffer Österreichs, mit weiter steigender Tendenz. Dies im Gegensatz zur Industrie, die verstärkt Arbeitsplatzexport in Billiglohnländer betreibt.

Der Tourismus erwirtschaftet 12 % des Deviseneinkommens unseres Landes. Seit Jahren benachteiligt die WKÖ den Tourismus im Verhältnis zur "anderen Exportindustrie" um jährlich mindestens EUR 2 Mio ...und nun soll die Benachteiligung durch Kürzungen des Mitgliedsbeitrages an die Österreich Werbung weiter vergrößert werden.

Die Österreich Werbung hat in vorbildlicher Weise Ihr Aussenstellennetz konzentriert, Dienstwägen, Chauffeure, Superpensionsverträge und Supermieten gibt es bei der ÖW nicht. Es ist daher von der WKÖ zu allererst zu fordern, die selbe Rentabilität und auch Eigenmittelaufbringung zu erzielen, bevor lautstark, für mich sogar kreditschädigend, über Einsparungspotentiale bei anderen Organisationen, wie der ÖW, in der Öffentlichkeit geredet wird.

Ignoranz und pure Unwissenheit des führenden Angestellten der WKÖ und/oder geschicktes Ablenken von den eigenen Unzulänglichkeiten gepaart mit dem Wunsch die Industrie in der WKÖ weiter zu bevorteilen scheinen für mich die wahren Hintergründe solcher unqualifizierter, jeglicher Form widersprechender Attacken auf eine gesamte Branche zu sein.

Meines Erachtens wird es Zeit, in der WKÖ intensive Personaldiskussionen, beginnend bei den Spitzenangestellten, zu führen, um in der Folge wieder eine ordentliche und ausgewogene Mitgliedervertretung und Politik in der Öffentlichkeit diskutieren zu können.

Für die Österreich Werbung hoffe ich, dass Herr BM Bartenstein auf den ordentlich nicht mehr kündigbaren Mitgliedschaftspflichten der WKÖ für das Jahr 2004 besteht und es bis zu einer nächsten Kündigungsfrist gelingt, den Tourismus auch in der WKÖ zu dem Stellenwert zu verhelfen, der er nach seiner Wertschöpfung und Wichtigkeit vor allem im Zusammenhang mit der KMU Struktur in Österreich gebührt.

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Raimund Wimmer
Vielfaches Kammermitglied
Eigentümer und Chairman der ARCOTEL Hotels & Resorts
Vizepräsident der Round Table Konferenz Hotels Österreich
Sprecher der 4 Sterne Allianz Wien
Tel.: 01/512 165-881

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