Bures: Arbeitslosigkeit steigt weiter, Regierung nach wie vor nur mit sich selbst beschäftigt

Seit Juni 2000 ist Jugendarbeitslosigkeit um 53,9 Prozent gestiegen

Wien (SK) "Während die Regierung ausschließlich mit sich selbst und ihren internen Querelen beschäftigt ist, steigt die Arbeitslosigkeit unvermindert weiter", stellte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Mittwoch zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten fest. Bures spricht von einer "alarmierenden Entwicklung": Im Juni ist es neuerlich zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 200.918 Menschen gekommen. Rechnet man die steigende Zahl jener Personen, die in Schulungen "versteckt" sind, dazu, betrug die Zahl der Arbeitslosen Ende Juni 242.454. Damit setze sich jene dramatische Entwicklung fort, "der die schwarz-blaue Regierung nun seit Jahren tatenlos zusieht". Im Vergleich zum Juni 2000, dem Antrittsjahr der Regierung Schüssel I, sei die Arbeitslosigkeit um 28,5 Prozent gestiegen. Besonders alarmierend sei die Entwicklung bei den Jugendlichen, so Bures. ****

Die Jugendarbeitslosigkeit sei im Juni abermals am stärksten gestiegen, gegenüber dem Vorjahr zum 11,6 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist gegenüber dem Vorjahr um 25,3 Prozent gestiegen. Gegenüber 2000 ist die Jugendarbeitslosigkeit bereits um 53,9 Prozent gestiegen, rechnete Bures vor. "Diese Bundesregierung lässt die Jugendlichen im Stich. Außer leere Versprechungen haben Schüssel und sein Arbeitsminister konkret gar nichts gemacht, um die ständig steigende Zahl junger Menschen von der Straße zu holen", kritisierte Bures.

Bures erinnert an das Versprechen von Bildungsministerin Gehrer im November 2002, dass jeder Jugendliche, der will, einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz erhalten soll und an das Versprechen von Wirtschaftsminister Bartenstein, der im Juni 2002 in der Fragestunde des Bundesrates erklärt hat, dass jeder Jugendliche, der keinen Lehrplatz bekommt, zumindest einen Lehrgangsplatz erhalten soll.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin fordert die Regierung auf, endlich zu handeln, denn bis zum Herbst werde die Zahl der Lehrstellensuchenden noch dramatisch steigen. Die SPÖ habe der Regierung bereits im Sommer des Vorjahres ein 10-Punkte-Programm zur Verbesserung der Situation am Lehrstellenmarkt vorgelegt. "Wenn die Regierung selbst schon ideenlos ist, sollte sie wenigstens die Konzepte der SPÖ aufgreifen. Denn die Jugendlichen haben das Recht auf eine Lehrstelle oder einen Platz in einer weiterführenden schulischen Ausbildung", so Bures abschließend. Das 10-Punkte-Programm der SPÖ für Jugendliche ist im Internet unter www.spoe.at unter Standpunkte/Konzepte zu finden. (Schluss) ml

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